Altes Liedgut

Lied

von  Fridolin

Es tanzt ein Bi- Ba- Butzemann

auf unsrem Kopf herum.

Er brüstet sich

und rüstet sich,

und wirft die Bömbchen hinter sich.

Es tanzt ein Bi- Ba- Butzemann

auf unsrer Erd' herum.



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Kommentare zu diesem Text


 niemand (12.05.26, 17:00)
@ Fridolin
Ich nehme an, es soll der Trump sein. In Ordnung, aber haben wir im Lande nicht auch eine Menge kleinerer Butzemänner die uns auf dem Kopf herumtanzen, um das auf nationaler Ebene zu betrachten? Die abgesetzten und die neu besetztent Parteien/Politiker tanzten/tanzen uns nicht nur auf dem Kopf herum, sie sch...... uns auf diesen. Und wenn man sie ließe, wie sie es so wollten, dann fielen die Bömbchen auch reihum. Da braucht man sich keinen Illusionen hinzugeben. Ich sage nur Ukraine und die Kriegssucht unserer Kriegstreiber. Ich weiß will keiner hören, weil wir ja doch die besten, die Nr.1
der Moralischen auf der Welt sind. Tja, glauben muss man es halt nur woillen. 
LG niemand

 Fridolin meinte dazu am 12.05.26 um 21:33:
In der Tat sind gewisse Ähnlichkeiten nicht zu übersehen, aber wen wundert's, laufen wir denen da drüben doch gefühlt schon seit ewigen Zeiten nach. Was die gepflegte Feindschaft nach Osten betrifft, haben wir sie jetzt sogar überholt, und das könnte uns gut und gerne aus der Kurve tragen.
Hoffen wir also, das "die Nr.1  der Moralischen auf der Welt" weiterhin die Armut der Ärmsten als das Hauptproblem der Menschheit ansieht. Hört sich "Brot für die Welt" nicht viel besser an als "Waffen für die Welt"?

 Moppel antwortete darauf am 13.05.26 um 11:20:
schließe mich Irene an...lG von M.

 AnneSeltmann (14.05.26, 06:20)
Moin lieber Fridolin!
 
Dieser Text wirkt auf den ersten Blick fast verspielt — und genau dadurch trifft er umso härter. Die Anlehnung an das alte Kinderlied erzeugt sofort etwas Vertrautes, fast Harmloses. Doch dann kippt alles mit einem einzigen Wort: „Bömbchen“. Plötzlich wird aus dem kindlichen Singsang bitterer Sarkasmus.
Mich erschreckt daran besonders dieses Bild des tanzenden Butzemanns. Er wirkt nicht wie ein verantwortungsvoller Mensch, sondern wie eine groteske Figur, die leichtfertig mit Gefahr spielt, sich dabei noch „brüstet“ und „rüstet“. Das hat etwas Beklemmendes, weil es kindliche Sprachmelodie mit sehr ernsten Themen verbindet.
Gerade diese Mischung macht den Text stark. Er schreit nicht, er predigt nicht — und genau deshalb bleibt dieses Liedhafte so unangenehm im Kopf hängen. Fast wie ein Spottlied auf eine Welt, die beginnt, Gefährliches wieder zu verniedlichen.
Kurz, bitter, klug — und leider sehr aktuell!!!



Liebe Grüße

Anne

 Fridolin schrieb daraufhin am 16.05.26 um 23:51:
Herzlichen Dank, liebe Meisterin der Kommentare! Ich fühle mich verstanden wie selten. 
Wir spielen mit höchst gefährlichen Dingen, und nicht nur das, es sind auch höchst schädliche Dinge. Für ein paar Jahre nach dem 2.Weltkrieg, vielleicht auch noch in der Brandt-Ära, konnte man glauben, die Menschen zumindest in Deutschland hätten das verstanden. 
Liebe Grüße auch von mir
Fridolin
Karin Schmidt (78)
(18.05.26, 18:37)
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