BLINDREGEN

Gedicht

von  Drita

Die Gedichte werde ich verbrennen.

Im ersten Feuer
werden sie leichter sein als Erinnerung.

Vielleicht verschwinde auch ich
für einen Augenblick
im Licht ihrer Asche.

Wozu noch schreiben?

Die alten Krankheiten der Dichter
wohnen längst in mir,
wie die stillen Schmerzen der Frauen
unter jedem Himmel.

Kein Wort mehr.
Kein Vers.

Die Liebe hat ihre Sprache verloren.

Alles wurde gesagt.

Ein blinder Regen genügt,
und die Welt vergisst
ihre eigenen Spuren.



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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (20.06.26, 08:27)
Hallo Drita,

gute Gedichte kann man nicht verbrennen. Sie sind selbst eine unzerstörbare Flamme.

LG
Ekki

 TassoTuwas (21.06.26, 13:58)
Hallo Drita,
ja, alles ist schon gesagt, das stimmt.
Aber nicht alle haben es gehört und noch weniger verstanden.
Da bleibt nur weiter machen!
Liebe Grüße
TT
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