Schwelle
Essay zum Thema Aktuelles
von Saira
Kommentare zu diesem Text
Liebe Saira,
dass die Welt der Ideen und Gedanken schneller geworden ist, spüre ich auch und damit werden auch Entscheidungen scheller getroffen. Ethik und Ästetik passen in Entwicklungs - und Entscheidungsprozesse nicht mehr. Sie sind ja auf Gewinnmaximierung beschränkt und ausgerichtet.Die alten Handwerksberufe sterben aus. Die funktion des alten Handwerks übernehmen computer numerisch gesteuerte Industriemaschinen.
Wenn ich heute Kids reden höre, dann verstehe ich Vokale und Konsonanten ohne Punkt und ohne Komma, ohne Silbenbetonung.
Die rasenden Zeitabläufe haben schon lange begonnen. Mich verwundert es nicht, dass überall in der Welt Kriegszustände herrschen, denn die Entscheidungsabläufe, die zu Auseinandersetzungen führen, sind auch eine Folge von zu schnellen, oberflächlischen Entscheidungen und als Folge von wirtschaftlicher Benachteiligung oder Entscheidungen aus Größenwahn heraus. Da gibt es kein Stocken, kein Innehalten, keine selbstkritischen Überlegungen, da herrscht instinktives Handeln im D- Zug-Tempo.
We lost our places - we lost our brain.....
Mit liebem Gruß!
Reli
dass die Welt der Ideen und Gedanken schneller geworden ist, spüre ich auch und damit werden auch Entscheidungen scheller getroffen. Ethik und Ästetik passen in Entwicklungs - und Entscheidungsprozesse nicht mehr. Sie sind ja auf Gewinnmaximierung beschränkt und ausgerichtet.Die alten Handwerksberufe sterben aus. Die funktion des alten Handwerks übernehmen computer numerisch gesteuerte Industriemaschinen.
Wenn ich heute Kids reden höre, dann verstehe ich Vokale und Konsonanten ohne Punkt und ohne Komma, ohne Silbenbetonung.
Die rasenden Zeitabläufe haben schon lange begonnen. Mich verwundert es nicht, dass überall in der Welt Kriegszustände herrschen, denn die Entscheidungsabläufe, die zu Auseinandersetzungen führen, sind auch eine Folge von zu schnellen, oberflächlischen Entscheidungen und als Folge von wirtschaftlicher Benachteiligung oder Entscheidungen aus Größenwahn heraus. Da gibt es kein Stocken, kein Innehalten, keine selbstkritischen Überlegungen, da herrscht instinktives Handeln im D- Zug-Tempo.
We lost our places - we lost our brain.....
Mit liebem Gruß!
Reli
Kommentar geändert am 19.06.2026 um 11:14 Uhr
Lieber Reli,
ich danke dir sehr für deine klugen Gedanken. Nicht nur, weil du auf den Text eingegangen bist, sondern weil du ihn auf deine eigene Weise weitergedacht hast, in deine Wahrnehmung hinein. Das berührt mich, wenn ein Text so weiterwandert.
Vieles von dem, was du beschreibst - diese Beschleunigung in Sprache, Entscheidungen, Abläufen - kenne ich auch als Empfindung. Dieses Gefühl, dass Dinge sich nicht mehr lange genug halten, um innerlich nachzuklingen. Dieses „Nicht-mehr-Innehalten“ ist für mich tatsächlich etwas geworden, das nicht nur technisch, sondern auch kulturell und menschlich spürbar ist.
Auch deine Beispiele – Handwerk, Sprache, gesellschaftliche Spannungen – ergeben bei dir ein sehr waches, ernstes Bild. Ich habe das mit viel Respekt gelesen, weil ich merke, wie aufmerksam du diese Entwicklungen wahrnimmst.
Es ist für mich wichtig, dir einen kleinen Einblick in meine Intention zu geben:
Der Text war nicht nur allgemein über Beschleunigung gedacht, sondern auch als Versuch, die Frage nach Verantwortung in Systemen mitzudenken, die sich unserer direkten Wahrnehmung oft entziehen. Und darin war die KI für mich ganz bewusst mitgemeint, nicht als einzelne Maschine, sondern als Symbol für diese neue Form von Geschwindigkeit, in der Entscheidungen entstehen können, ohne dass ein menschlicher Zwischenraum noch deutlich spürbar ist.
Nicht als einfache Gegenüberstellung von „früher gut“ und „heute problematisch“, sondern eher als leise Irritation:
Wo genau verschiebt sich etwas, wenn Denken nicht mehr an einen Moment des Zögerns gebunden ist?
Deine Gedanken zeigen mir, dass diese Fragen viele Ebenen haben: gesellschaftliche, sprachliche, wirtschaftliche, technische und dass sie sich nicht auf einen einzigen Grund reduzieren lassen.
Danke dir für diesen Austausch.
Ich grüße dich herzlich
Saira
ich danke dir sehr für deine klugen Gedanken. Nicht nur, weil du auf den Text eingegangen bist, sondern weil du ihn auf deine eigene Weise weitergedacht hast, in deine Wahrnehmung hinein. Das berührt mich, wenn ein Text so weiterwandert.
Vieles von dem, was du beschreibst - diese Beschleunigung in Sprache, Entscheidungen, Abläufen - kenne ich auch als Empfindung. Dieses Gefühl, dass Dinge sich nicht mehr lange genug halten, um innerlich nachzuklingen. Dieses „Nicht-mehr-Innehalten“ ist für mich tatsächlich etwas geworden, das nicht nur technisch, sondern auch kulturell und menschlich spürbar ist.
Auch deine Beispiele – Handwerk, Sprache, gesellschaftliche Spannungen – ergeben bei dir ein sehr waches, ernstes Bild. Ich habe das mit viel Respekt gelesen, weil ich merke, wie aufmerksam du diese Entwicklungen wahrnimmst.
Es ist für mich wichtig, dir einen kleinen Einblick in meine Intention zu geben:
Der Text war nicht nur allgemein über Beschleunigung gedacht, sondern auch als Versuch, die Frage nach Verantwortung in Systemen mitzudenken, die sich unserer direkten Wahrnehmung oft entziehen. Und darin war die KI für mich ganz bewusst mitgemeint, nicht als einzelne Maschine, sondern als Symbol für diese neue Form von Geschwindigkeit, in der Entscheidungen entstehen können, ohne dass ein menschlicher Zwischenraum noch deutlich spürbar ist.
Nicht als einfache Gegenüberstellung von „früher gut“ und „heute problematisch“, sondern eher als leise Irritation:
Wo genau verschiebt sich etwas, wenn Denken nicht mehr an einen Moment des Zögerns gebunden ist?
Deine Gedanken zeigen mir, dass diese Fragen viele Ebenen haben: gesellschaftliche, sprachliche, wirtschaftliche, technische und dass sie sich nicht auf einen einzigen Grund reduzieren lassen.
Danke dir für diesen Austausch.
Ich grüße dich herzlich
Saira