[Danke für die Anregung, eiskimo.
"Wir brauchen mehr Motorradfahrer".
https://keinverlag.de/510556.text]
Ich wohne zwanzig Meter von einer Straße entfernt*, die sich über Serpentinen in die Höhe schraubt.
Mehr noch: rund 50 Meter vom Haus entfernt endet eine weniger enge Serpentine (rechts) in einer schmalen Brücke, von der eine rund 350 Meter lange Gerade zu einer engen Serpentine (links) übergeht.
Rund 350 Meter hinter dem Haus, gehts dann wieder nach scharf nach rechts.
Diese Straße lieben nicht nur Motorrad-Fahrer, sondern auch Auto-Fahrer, deren Auspuff genauso laut sein kann.
Was mache ich, um mich vor dem Lärm zu schützen?
Ich stopfe mir "Alpine MotoSafe Sport" in die Ohren, setze meinen Motorrad-Helm auf und fahre die Strecke mit meiner 125er langsam hoch und runter, wobei ich Schlangenlinie fahre, wann immer laute Fahrzeuge unterwegs sind, und zur beweglichen Schikane werde.
Meine verkehrsberuhigende Maßnahme wird oft mit einem modifizierten Biker-Gruß quittiert: aus dem friedlichen gehobenen linken Hand "Gute Fahrt, Kamerad" wird eine geballte, drohende Faust "Hau ab, du Arsch!"
* Nach der dritten Brücke links (bergauf) oder vor der ersten Brücke rechts (bergab) an der Bushaltestelle im weißen Haus; siehe Video "Straße & Berge" und "Straße Berge Fjord".
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In den Videos zeige ich nicht, wie ich die Störenfriede aufhalte, sondern die Strecke. Und die Landschaft.
Die Radaubrüder sind am Berg so viel schneller als ich, daß ich sie erst wahrnehme, wenn sie mich überholen.
Das war mir nicht klar, da ich sie bisher nur von zu Hause bekämpft habe. Als Schreiber. Mit entschlossenen Texten.
Im Video "Straße & Berge" ist das Wetter so schlecht, daß ich meine neue Regenkleidung ausprobieren konnte.
Im Video "Straße Berge Fjord", das ich nur wenige Stunden später aufgenommen habe, scheint die Sonne als gäbe es kein Morgen.
Mich erstaunt immer wieder, wie unterschiedlich dasselbe bei bewölkt oder Sonne aussieht.