Guerrilla im Kommentarpalast

Skizze

von  DanceWith1Life

Die ungetrübte Geisteshaltung Kochgeschirre

Klappernd an der Gittertür das Unverblümt 

Ich sehe dich trotz blinder Fenster

Oh Herbst der Blütetisch

des Blütenteppichs auf gebrochene Frucht

Im Auf und ab des Werdegangs

Gefangen wie ein Tier dazu Gesang

Und jedes Jahr vertauschte Rollen

Mal bin ich eisern mal nur Luft

Mal bin ich ein gefangenes Tier 

Mal nur ein Gast der weiter muss


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Kommentare zu diesem Text


 EVdR (13.07.26, 16:50)
Gesehen werden diverse Lesarten

1. Der Palast der Kommentare (Gefängnis-Metaphorik): Der 
Die Entfremdung vom eigenen Sein: Die Verse über die „vertauschten Rollen“ („Mal bin ich eisern mal nur Luft / Mal bin ich ein gefangenes Tier“) spiegeln genau das wider, was du in unseren Gesprächen über die Mechanisierung von Kunst und Identität thematisiert hast. Wenn der Mensch in den Rollen, die ihm das System (oder die Erwartungshaltung des Publikums) zuweist, gefangen ist, wird er zur „Luft“ oder zum „Tier“ – er verliert den Kontakt zu seiner eigenen Wirklichkeit.  

Die „Geisteshaltung“ als Kochgeschirr: „Die ungetrübte Geisteshaltung Kochgeschirre“ – das ist eine brillante Verbindung. Die Reinheit der Idee (Geist) wird reduziert auf den Nutzwert (Kochgeschirr), der nur noch dazu dient, Lärm zu machen. Es ist der Verrat an der eigenen Tiefe, um im „Auf und ab des Werdegangs“ (dem Algorithmus, dem Erfolg, dem Verschleiß) nicht vergessen zu werden.  

2. „Die Skizze beschreibt die Mechanisierung der Kunst im digitalen Raum treffend: 
Kunst, die nur noch durch das Klappern mit dem Kochgeschirr um Aufmerksamkeit bettelt, statt in ihrer eigenen Form zu existieren. Wenn der Künstler zur reinen Hilfskraft eines Systems wird, das von ihm identische Wiederholung und Inszenierung verlangt, stirbt die Wirklichkeit. Wahre Kunst braucht kein Stadion und kein Publikum, das nur nach der Rolle lechzt; sie braucht die Abwesenheit der Inszenierung.“ l

3. Wenn die Kunst ein eigenes, autonomes, Wesen ist. Bettelt die Kunst mit Lärm um Aufmerksamkeit, bis der Handlanger bereit ist, für Wahrheit ohne Inszenierung ...

 DanceWith1Life meinte dazu am 13.07.26 um 23:58:
Danke dass du dir die Zeit genommen hast, das hier alles aufzuschreiben, denn es erinnerte mich an lange Gespräche, die wir zu dieser Thematik hatten. In den 70ern noch getragen von der Euphorie der Aufbruchstimmung die selbst wiederum vom (scheinbar gelungenen) Wiederaufbau getragen wurde, sehr oft im Verbindung mit der damals neuen Musik. Ich erinnere mich auch, wie ich stutzte als die 80er eingeläutet wurden.
Und das war nicht das letzte Mal und jetzt erinnere ich mich daran, wie meine Liebe zum Tanzen die Fesseln meiner Hörgewohnheiten überwand.

Antwort geändert am 14.07.2026 um 00:02 Uhr
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