Philosophiegeschichte im Gedichte

Text

von  Otto

Alles fließt" bei Heraklit
und bekämpft sich in den Schiet.

Die Idee beim großen Platon
war idealer noch als Beton.

Ein Realist blieb Aristotel,
saß nicht im idealen Hotel.

Ein Hedonist wie Epikur 
soff und frass und hurte nur.

Stoisch hart im Nehmen:
Seneca ohne sich zu schämen.  

Dem Diogenes in seiner Tonne
stand grosser Held nur in der Sonne.

René Descartes war denkbar zart,
doch sein Cogito blieb hart.

Die Natur sah ein Spinoza
durch seine Brille allzu rosa.

Leibniz-Kekse schmecken gut,
nicht Leibniz-Logik geht ins Blut.

Bei Kant ist alles "sub Jack tief":
Wird sein Denken dadurch schief?

Es dachte Johann Gottlieb Fichte
jeden anderen zum Wichte.

In die Natur sah Schellings Geist
unsterblich sich verliebt zumeist. 

Ein Hegel sah in aller Regel
in Schlegel nur den eitlen Flegel.

Es sah der schwarze Schopenhauer
in Optimisten nur die Gassenhauer.

Spießer und auch Untermenschen
sehn sich als Nietzsches Übermenschen.

Ist der Prolet bei Kalle Marx
erst mal arm, macht er nur Murks.

Kierkegaards realer Christ
sah im Hegelstaat nur Mist.

Chesterton war Journalist,

aber mehr als ein Sophist

und dachte lieber paradox

gegen jeden tumben Ochs.


Der rosaschwule Wittgenstein
hatt' Logik nie allein am Bein.

Heidegger sah in jedem Schwein
wohl eine Zeitlang reines SEIN
und im Sonnenschein nur Schein.

In Stalins "Gulags" existiert
ein Sartre frei und ungeniert.

Das Jasperle-Theater
hatte Existenz zum Vater.

Positiv ist primitiv,
Adorno dachte negatief.

Kalle Marx, der revoltierte,
Habermas kommunizierte.

Schmitz, der sah im Weltgewuehle 
tiefer als Gedanken die Gefühle.




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