1769 erfand der Brite James Watt die Dampfmaschine : Startschuss der Industriellen Revolution. 1789 brach die Französische Revolution des industriell bewaffneten Bürgertums gegen den Grundbesitzadel aus, der den ganzen Industrialismus verschlafen hatte. Die Industriegesellschaft ist ein einziger Irrweg, ein geistig zu überwindendes historisches Intermezzo. Es lebe die postindustrielle Gesellschaft, die nie wieder eine Dienstleistungsgesellschaft von Knochen-, Routine- und Drecksarbeitern sein sollte! Der Steinzeitmensch arbeitete nur vier Stunden lang täglich für seinen Bedarf. Wir heute schuften mit all unseren Maschinenparks noch immer doppelt so lange. Da stimmt doch was nicht.
Schon vor einem Jahrhundert empfahl Chesterton, die Enzyklika „De rerum novarum“ (1891) von „Arbeiterpapst“ Leo XIII. zu lesen und allen Fortschritt zu stoppen (der Gottes Schöpfung nur als bloßen Rohstoff für die ver(schlimm)bessernden menschlichen Schöpfungen missbrauche).
Man bewahre das Beste aus der bisherigen Technikentwicklung und schließe sie ab, um jeden Familienhaushalt zum freien agrarischen „Selbstversorger“ zu machen, der nicht mehr für Profitjäger und andere zu schuften habe:
„Three-acres-and-a-cow“ – mit Traktor, eventuell mit Laden und Genossenschaft für Dürrejahre …
Niemand sollte über Kapitalismus reden dürfen, der nicht über den Industrialismus reden wolle. Marx bewunderte die Produktivität des Kapitalismus so sehr, dass er dessen akkumulierte Reichtümer nur noch sozial gerecht verteilen wollte auf alle im „Verein freier Produzenten“. Er übersah, dass das Fatale nicht in den kapitalistischen Produktionsverhältnissen liegt (die ganz im Gegenteil die einzig effektive Form der Maschinenwelt sind), sondern in den von ihm idealisierten industriellen Produktivkräften selbst (die den Produzenten mehr versklaven als bereichern). Es gibt zu wenige Kleinkapitalisten. Denn jeder Sozialismus hat den vollentwickelten Großkapitalismus ja noch vor sich statt hinter sich ...