einen becher warf einst mal ein könig ins meer befiehlt !na nun los spring mal wer hinterher hier von dieser klippe und bring mir zurück aus purestem golde das kostbare stück er kann’s auch behalten als lohn für den mut es wär aber gut wenn wer jetzt springen tut!
am fuße der klippe die brandung sie tobt da soll einer rein damit könig ihn lobt in brüllende see die nie freigibt ihr’n fang ist könig denn ob solcher launen nicht bang den abscheu der leute zu wecken und hass der ihn selbst befördert ins strudelnde nass
die ritter und knappen die denken der spinnt wenn man nur durch selbstmord des herrn gunst gewinnt dann taugt der im grunde zum herrschen wohl kaum am besten man knüpft ihn gleich auf dort am baum das sagt laut zwar keiner doch sind sie sich eins: mit leben zu spiel’n hat macht recht sicher keins!
nein keiner der ritter und knappen der springt - doch einer ein jüngling der macht’s dem gelingt die bergung des bechers aus tosendem schlund berichtet von allerlei monstern am grund der könig will mehr davon wissen und schmeißt - indem er dem glückskind als frau prompt verheißt
die bildschöne tochter - den becher erneut hinab in die brandung und jungmann der scheut den sprung nicht begierig des lohnes er springt nochmals in den strudel der ihn nun verschlingt so läßt er sein leben für ganz kurzen traum: weit traumhafter wärs könig hinge am baum...
Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.