PARODIE ZU SCHILLERS "DER TAUCHER"

Parodie

von  harzgebirgler


einen becher warf einst mal ein könig ins meer
befiehlt
!na nun los spring mal wer hinterher
hier von dieser klippe und bring mir zurück
aus purestem golde das kostbare stück
er kann’s auch behalten als lohn für den mut
es wär aber gut wenn wer jetzt springen tut!

 
am fuße der klippe die brandung sie tobt
da soll einer rein damit könig ihn lobt
in brüllende see die nie freigibt ihr’n fang
ist könig denn ob solcher launen nicht bang
den abscheu der leute zu wecken und hass
der ihn selbst befördert ins strudelnde nass
 
die ritter und knappen die denken der spinnt
wenn man nur durch selbstmord des herrn gunst gewinnt
dann taugt der im grunde zum herrschen wohl kaum
am besten man knüpft ihn gleich auf dort am baum
das sagt laut zwar keiner doch sind sie sich eins:
mit leben zu spiel’n hat macht recht sicher keins!
 
nein keiner der ritter und knappen der springt -
doch einer ein jüngling der macht’s dem gelingt
die bergung des bechers aus tosendem schlund
berichtet von allerlei monstern am grund
der könig will mehr davon wissen und schmeißt
- indem er dem glückskind als frau prompt verheißt
 
die bildschöne tochter - den becher erneut
hinab in die brandung und jungmann der scheut
den sprung nicht begierig des lohnes er springt
nochmals in den strudel der ihn nun verschlingt
so läßt er sein leben für ganz kurzen traum:
weit traumhafter wärs könig hinge am baum...





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Kommentare zu diesem Text


 Juli (23.07.26, 12:04)
viell. kenst du auch den Tauchenichts?
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