Transparenz

Text

von  Pearl

Sosehr ich auch Morpheus einatme,

die Mohnblumen nehmen mich nicht zu sich.

Dass ich an ihrem Rot einschlafe.

Und Straßenlaternen löschen nicht ihr Licht.


Ich bin so müde vom Kämpfen

und vom Lärm dieser Welt.

Erst neulich sah ich in Augen, die blenden:

Schönheit, die mich zusammenhält.


Mein Wille ist, doch ich werde schwach

bei der Auseinandersetzung mit mir.

Noch nie war ich so desillusioniert und wach.

Mein Gemüt läuft nicht wie ölgeschmiert.


Die kleinen Pillen helfen, ein wenig.

Mein Abgrund reicht aber viel tiefer als das.

In den Himmelsgefilden schwebt mein König

und schon einige Jahre trage ich eine Last,


zu schwer für meine schmalen Schultern,

zu schwer für den Menschen, der ich war.

All die Tränen, die über die Jahre kullern.

Doch das Wasser am Grund ist klar.



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Kommentare zu diesem Text


 Quoth (29.07.26, 18:52)
In den Himmelsgefilden schwebt mein König
Ein machtloser, erinnerter König ... Lässt er sich wieder mit Kraft erfüllen? Das lI muss sie ihm geben, in ihn hineinpumpen ...

 Pearl meinte dazu am 29.07.26 um 19:45:
Danke für diesen starken Kommentar, lieber Quoth.
Ich werde meinen König nicht untergehen lassen.

Liebe Grüße,

Pearl
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