'R*E*I*C*H*S*H*U*N*D*E' - PASTICHE mit Anekdote

Pastiche zum Thema Mensch und Tier

von  harzgebirgler




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TYRAS II oh der regierte kein reich

gültig gewesen wär' ihm das eh gleich

doch war einstmals reichsweit voll in aller mund

und sattsam bekannt als fürst bismarcks reichshund


das bild zeigt die beiden und noch so ein tier,

"rebecca", auch reichshund – gab insgesamt vier

es war'n deutsche doggen und rehpinscher nicht

und standen dem reichskanzler toll zu gesicht!...

**


Die bekannteste Anekdote betrifft tatsächlich einen diplomatischen Zwischenfall, der fast eine Staatskrise ausgelöst hätte. Bismarcks Doggen waren nicht nur groß, sondern verteidigten ihr Herrchen auch übereifrig.


Während des
Berliner Kongresses 1878 besprach sich Bismarck in seinem Privatzimmer mit dem hochbetagten russischen Außenminister Alexander Michailowitsch Gortschakow; der seine Argumente mit sehr lebhaften, wilden Handbewegungen.untermauerte. Bismarcks damalige Dogge Tyras I (oft auch fälschlich als Sultan überliefert) missinterpretierte das Gestikulieren als Angriff auf den Kanzler. Der riesige Hund sprang auf, stürzte sich auf den stolzen Russen und warf den Minister zu Boden. Zudem zerriss das Tier dem Diplomaten die Hose. Obwohl Gortschakow unverletzt blieb und Bismarcks Entschuldigung annahm, spottete ganz Europa. Die satirische Zeitschrift Kladderadatsch prägte daraufhin den Begriff Reichshund“.


Als derTyras I am 18. Januar 1889 im Alter von 13 Jahren starb, stürzte dies den Reichskanzler in tiefe Trauer. Bismarck war so bekümmert, dass das Thema die höchste politische Ebene erreichte:

Der junge Kaiser Wilhelm II. – der erst seit wenigen Monaten im Amt war und dessen Verhältnis zu Bismarck ohnehin oft angespannt war – erkannte die Tragweite dieses Verlusts. Um den Kanzler aufzuheitern und ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen, schenkte Wilhelm II. ihm prompt eine neue, prachtvolle Deutsche Dogge. Dieser Hund wurde als Tyras II Bismarcks neuer ständiger Begleiter.

Die Trauer um den ersten Reichshund war im Deutschen Kaiserreich so populär, dass sich sogar die Bevölkerung engagierte. Unabhängig vom Kaiser sammelte die Deutsche Studentenschaft Geld und kaufte Bismarck ebenfalls eine Dogge als Trostgeschenk. Da Bismarck nun zwei neue Hunde hatte, nannte er den kaiserlichen Hund Tyras II und den studentischen Hund Rebecca.


Bismarck begrub übrigens fast alle seine Doggen im Park seines Alterssitzes in Friedrichsruh bei Hamburg. Die Gräber existieren dort bis heute und sind mit schlichten Grabsteinen versehen, auf denen die Namen der berühmten Tiere stehen.


https://de.wikipedia.org/wiki/Reichshund




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Kommentare zu diesem Text


 Juli (01.08.26, 15:30)
Bidens Hunde waren beißfreudige dt. Schäferhunde.
Putin ärgerte Merkel mit sei EM Hund.
Die Hunde der Queen wurden verwöhnt
...

 harzgebirgler meinte dazu am 01.08.26 um 15:52:
...doch reichshund-kaliber hatten die nicht
geschweige denn jemals der'n halters gewicht
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