marx rumpolt war kurfürsten-mundkoch in mainz vor ihm gabs für profis ein kochbuch gar keins die sich in der ausbildung fanden zum koch da klaffte ne lücke vor ihm und ein loch
das füllte sein kochbuch sodann jedoch aus bestimmt zum gebrauch in meist adligem haus umfaßt es rezepte zweitausend indeed und viel schöne bilder die's auge gern sieht
bis zu dreißig speisen umfaßt ein gericht für einfache leute erschwinglich echt nicht an wildbret und fischen und federvieh auch bietet’s jede menge für’n blaublüt’gen bauch
es findet sich manches drin dito zu wein getrunken sollt’ gut beim panckete schon sein dem goslarschen pancket verlieh rumpolts buch das flair alter zeit und oft hohen besuch...
ESCOFFIER der Meisterkoch schüttelte einst ab das Joch von viel kompliziertem Kram in der Küche und er nahm Rücksicht auf Verdaulichkeit der Gerichte seinerzeit: Schwere Kost war ihm ein Graus dünnte auch die Gangzahl aus der Menüs ganz radikal: Fünfzehn Gänge reine Qual - lieber fünf doch dafür fein so soll Spitzenküche sein! Die Gourmets verehrten ihn als den Gott der "Grande Cuisine" folgten ihm wo er grad war denn er kochte wunderbar ob im Ritz ob im Savoy - wer es konnte blieb ihm treu!
Er kreierte mancherlei: PFIRSICH MELBA ist dabei ein Dessert ganz raffiniert und vom Wohlklang inspiriert einer Opernsängerin wer sie hörte schmolz dahin wie das Eis bei dem Dessert einst geschaffen ihr zur Ehr NELLIE MELBA: Ein Sopran hört euch mal die Stimme an überhört das Plattenrauschen einfach still der Stimme lauschen diesem quellreinen Gesang der sich hoch und höher schwang: Auf youtube ist sie präsent also wer die Frau nicht kennt die jung aus Down Under kam und der Welt den Atem nahm... Escoffier hat sie gekannt und sein Werk nach ihr benannt...