Wind

Gedicht

von  niemand



Zieht durch die Straßen

pfeift auf Gassen

ist stets wo Windiges geschieht

und lässt sich dennoch

nirgends fassen -

weil ihn kein Menschenauge sieht.


Zerrt gern an Zweigen

reißt an Blättern

drückt Feldes Frucht in

Staub und Sand

hat seinen Spaß am Donner-Wettern

und dennoch packt ihn

keine Hand


Jongliert mit Hüten

spielt mit Kappen

hebt Röcke bis zur nackten Haut

und lässt sich bei dem Spiel

nie schnappen

weil ihn der Mensch nur spürt

nicht schaut


Gibt er sich friedlich mal

und milde

gleicht sein Gebaren

einer List -

der führt dann sicher

was im Schilde

das niemals ganz

zu fassen ist



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