Ein Mensch

Gedicht

von  niemand


Ein Mensch müht sich um eine Sicht

auf diese Welt, doch hält sie nicht

viel länger als nur ein paar Stund,

dann grübelt er das Hirn sich wund


und überlegt, wie es wohl wär,

käm eine andre Sicht daher.

Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen,

und auch bei Diebstahl kann man fehlen.


So steigt, als ob ihn Geister riefen,

der Mensch bald in die eignen Tiefen.

Dort wandert er von Raum zu Raum,

doch ein Ergebnis find sich kaum,


nur diese Stimmen, lauten, frechen,

die gern einander widersprechen,

mit stetem egomanen Schinden,

als Non plus ultra sich zu finden.


Das macht, denkt er, doch keinen Spaß,

nicht mal auf mich ist hier Verlass

und lässt die Welt, samt ihrem Haufen

an Lebewesen, weiter laufen.






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