Das alte Haus

Gedicht zum Thema Beobachtungen

von  niemand



Es existiert so gut es eben kann,

vom Sein gebeutelt,

von der Zeit verschlissen,

schaun seine trüben Glasaugen mich an -

gern würd ich was vom Innenleben wissen.


Zuweilen huscht ein Schatten

durch die Luken,

als wollt wer gucken was sich draußen tut,

doch bald darauf versagt wohl dessen Mut-

es schwindet

wie ein leicht nervöses Zucken.


Oft glaubte ich [auf Treppen

rauf wie runter]

so etwas wie ein Wesen zu erspähen,

doch regte nur die Fantasie sich munter -

was niemals sollte,

wurd auch nie gesehen.


Nur manchmal öffnet sich die Tür allein,

als wollt der Bau sein Innenleben lüften -

von unerwünschten Düften es befrein.


Direkt davor stehn allerlei Gewächse

die, trotz Verfalls des Hauses,

üppig blühen.

Man könnt, bei schlechtem Willen,

Schlüsse ziehen,


in Richtung Seele, Kerker,

Geist und Hexe.




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