Steht da jemand, steht und guckt -
einer, den sein Finger juckt,
samt Bedürfnis, mit den prahlen
Farben das zu übermalen
was vor ihm ein Stümper schuf,
folgend seinem biedren Ruf.
Der war keinem Rausch gewogen,
fort mit ihm, im Bausch und Bogen!
Dieses Grün schafft Augenschmerzen,
mit dem Wunsch es auszumerzen.
Wenn man solchen Grünstich hat,
wirkt die Welt wie Blattspinat,
über der [oh, Künstlerwonne!]
glänzt das Spiegelei der Sonne.
Kunst ist anders, Kunst braucht Größe,
sucht sich nicht an Bürgers Schöße
unterwürfig fest zu krallen,
um dem Durchschnitt zu gefallen.
Und so steht da wer und guckt,
den sein Künstlerfinger juckt,
glaubend etwas Großes schuldig
dieser Welt zu sein. Geduldig
harrt er auf sein Künstler-Blühen,
in dem Farben Funken sprühen.