Herbstliches Warten

Gedicht zum Thema Wandel

von  niemand



Steht da jemand, steht und guckt -

einer, den sein Finger juckt,

samt Bedürfnis, mit den prahlen

Farben das zu übermalen

was vor ihm ein Stümper schuf,

folgend seinem biedren Ruf.


Der war keinem Rausch gewogen,

fort mit ihm, im Bausch und Bogen!

Dieses Grün schafft Augenschmerzen,

mit dem Wunsch es auszumerzen.


Wenn man solchen Grünstich hat,

wirkt die Welt wie Blattspinat,

über der [oh, Künstlerwonne!]

glänzt das Spiegelei der Sonne.


Kunst ist anders, Kunst braucht Größe,

sucht sich nicht an Bürgers Schöße

unterwürfig fest zu krallen,

um dem Durchschnitt zu gefallen.


Und so steht da wer und guckt,

den sein Künstlerfinger juckt,

glaubend etwas Großes schuldig

dieser Welt zu sein. Geduldig

harrt er auf sein Künstler-Blühen,

in dem Farben Funken sprühen.







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Kommentare zu diesem Text


 Wastl (16.08.26, 12:26)
Auf englisch sagt ma dazu: A Masterpiece!

Hut ab

Liebe Grüße

Wastl
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