Seit ich euch habe, fürchte ich den Tod weit mehr, als ich es früher jemals tat. Ich fürchte, dass er euch und uns bedroht und schneller, als wir heute glauben, naht.
Ich fürchte mich, weil ich gern bei euch bin und weil ihr Eltern braucht, die euch beschützen. Noch seid ihr klein, noch fallt ihr häufig hin, noch braucht ihr unsre Hände, die euch stützen.
Gern würde ich euch ein Versprechen geben und sicher sein: Uns bleibt genügend Zeit, sodass ihr, wenn sich irgendwann mein Leben dem Ende zuneigt, längst erwachsen seid.
Vielleicht sind meine Ängste übertrieben und eure Kindheit bleibt recht unbeschwert, jedoch: man kann sein Kind nie furchtlos lieben und Liebe kann das sein, wovon ihr zehrt.
Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.