Vom Steckenpferde und anderen Fortschritten
Satire zum Thema Zeitgeist
von AnselmusFederkiel
Kommentare zu diesem Text
Hochgeehrter Herr Federkiel,
Ew. Hochwohlgeboren gestatte einem demüthigen Leser, einige Zeilen voll schuldiger Reverenz beyzufügen.
Der von Euch mit solcher Zierde des Geistes vorgetragene Vorschlag, das lärmende und mit schweflichtem Unrath die Lufft verderbende Motorrad‑Rennen künftig auf einem schlichten Laufrade auszutragen, erscheinet mir von einer so reinen Vernunfft, daß ich denselben mit tiefster Hochachtung begrüßen muß.
Denn welch ein Segen für Wald und Flur, wenn nicht länger das teuflische Donnergetöse der Motoren die Berge erzittern machte, noch der pesthauchende Gestänck verbrannten Brennstoffes die reine Odem‑Lufft der Schöpfung befleckte.
Kein Thier würde mehr in seinem natürlichen Frieden gestöret, kein Bach sein silbern Murmeln verlieren, kein Gehölz sein ehrwürdiges Schweigen preisgeben müssen.
Das Laufrad hingegen, ein Gefährt von rührender Einfalt, bedarf weder der rußgeschwärzten Händel ölverschmierter Mechanici, noch jener kostspieligen Beyläuffe, die wie gefräßige Ungeheuer stets neue Opfer verlangen.
Es rollt, so lange der Mensch es mit eigener Kraft bewegt, und ruhet, sobald er es nicht mehr begehrt – ein Triumph der Vernunfft über den Lärm der Welt.
So verneige ich mich, hochverehrter Autor, in schuldiger Hochachtung vor Eurer trefflichen Betrachtung, die uns lehret, daß wahre Neuerung darinnen bestehet, das Überflüssige hinwegzunehmen und das Wesentliche zu bewahren.
Ew. Hochwohlgeboren gestatte einem demüthigen Leser, einige Zeilen voll schuldiger Reverenz beyzufügen.
Der von Euch mit solcher Zierde des Geistes vorgetragene Vorschlag, das lärmende und mit schweflichtem Unrath die Lufft verderbende Motorrad‑Rennen künftig auf einem schlichten Laufrade auszutragen, erscheinet mir von einer so reinen Vernunfft, daß ich denselben mit tiefster Hochachtung begrüßen muß.
Denn welch ein Segen für Wald und Flur, wenn nicht länger das teuflische Donnergetöse der Motoren die Berge erzittern machte, noch der pesthauchende Gestänck verbrannten Brennstoffes die reine Odem‑Lufft der Schöpfung befleckte.
Kein Thier würde mehr in seinem natürlichen Frieden gestöret, kein Bach sein silbern Murmeln verlieren, kein Gehölz sein ehrwürdiges Schweigen preisgeben müssen.
Das Laufrad hingegen, ein Gefährt von rührender Einfalt, bedarf weder der rußgeschwärzten Händel ölverschmierter Mechanici, noch jener kostspieligen Beyläuffe, die wie gefräßige Ungeheuer stets neue Opfer verlangen.
Es rollt, so lange der Mensch es mit eigener Kraft bewegt, und ruhet, sobald er es nicht mehr begehrt – ein Triumph der Vernunfft über den Lärm der Welt.
So verneige ich mich, hochverehrter Autor, in schuldiger Hochachtung vor Eurer trefflichen Betrachtung, die uns lehret, daß wahre Neuerung darinnen bestehet, das Überflüssige hinwegzunehmen und das Wesentliche zu bewahren.
Werter Federkiel,
es ist mir auch diesesmal wieder unerklärlich, wie Sie den Kopf Ihres Herrn über seinen Arm (trägt er Ärmelschoner?) die Hand,
die Sie hält, dazu zu bringen, Texte wie diesen zu schreiben.
Als Meine Wenigkeit erstmals vom Hobby-Horsing hörte, war das Thema für mich mit den Worten :
" Was is'n des für a Scheiß ?"
erledigt.
Sie hingegen animieren ihren Herrn (oder ist er nur Ihr Diener ?)
das Thema mit der nötigen Sachlichkeit und Ausführlichkeit zu behandeln und alle historischen, psychologischen (oder psychatrischen ?) Aspekte dieses Tuns zu erörtern zu erklären und unvoreingenommen zu bewerten.
Ich habe von Ihnen gelernt, in Zukunft z.B auch den Teebeutelweitwurf mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Im Moment beschäftige ich mich eingehend mit dem
Luftgitarre-Spielen.
In unendlicher Dankbarkeit
Der
Hannes
es ist mir auch diesesmal wieder unerklärlich, wie Sie den Kopf Ihres Herrn über seinen Arm (trägt er Ärmelschoner?) die Hand,
die Sie hält, dazu zu bringen, Texte wie diesen zu schreiben.
Als Meine Wenigkeit erstmals vom Hobby-Horsing hörte, war das Thema für mich mit den Worten :
" Was is'n des für a Scheiß ?"
erledigt.
Sie hingegen animieren ihren Herrn (oder ist er nur Ihr Diener ?)
das Thema mit der nötigen Sachlichkeit und Ausführlichkeit zu behandeln und alle historischen, psychologischen (oder psychatrischen ?) Aspekte dieses Tuns zu erörtern zu erklären und unvoreingenommen zu bewerten.
Ich habe von Ihnen gelernt, in Zukunft z.B auch den Teebeutelweitwurf mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Im Moment beschäftige ich mich eingehend mit dem
Luftgitarre-Spielen.
In unendlicher Dankbarkeit
Der
Hannes
