ANGENOMMEN AGAMEMNON

Stilblüte zum Thema Sprache/ Sprachen

von  harzgebirgler

Einer der berühmtesten Aphorismen der deutschen Literaturgeschichte stammt vom legendären Physiker, Mathematiker und Aufklärer Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799):


"Er las immer Agamemnon statt ›angenommen‹, so sehr hatte er den Homer gelesen."


Lichtenberg beschreibt damit in seinen berühmten „Sudelbüchern“ auf humorvolle Weise einen extremen Gelehrten (Altphilologen). Dieser hat sich so tief in die griechische Mythologie und die Werke Homers (wie die Ilias) vergraben, dass sein Gehirn im Alltag komplett auf die Antike programmiert ist.


Wenn er das ganz normale, alltägliche Wort angenommen“ sieht, macht sein Kopf automatisch den antiken König Agamemnon“ daraus und liefert so das perfekte historische Beispiel für einen „Fachidioten“ oder jemanden, der den Bezug zur Realität an die Welt der Bücher verlor...

:D



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Kommentare zu diesem Text


 Moppel (16.09.26, 17:35)
:Dinteressante These...GGG von M.

 harzgebirgler meinte dazu am 16.09.26 um 17:56:
mit 'postament' und 'postamt' beschrieb er einst auch dies phänomen -
bei fachidioten hatte das scheint's damals schon quasi system. :O

schmunzeldank & -gruß vom harzerr
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