Ein Zuhause gab es nicht in diesem kalt reflektierenden Licht aus Gemütsunruhe, das immer Nahe der Krankheit - und Fern einer Schlichtheit war, die sich mit ihrer Fracht auf ruhigem Binnengewässern auskennt und auch bei monströser Nacht sicher verfährt.
Ein Zuhause gab es nur dann, wenn Macht und Wille in einem Delta mündeten, während man selbst aus eigenen Mitteln strebsam an Hütten zimmerte, um für die Nacht ein Dach über dem Kopf zu haben.
Ein Zuhause gab es einmal im Gefängnis der jungen Tränen und der frühen Angst, die fortsperrten, aber auch die Bösheit der Vernichtung eigener Wände in Schach hielten, um anzudauern. Eine aufkommende Freiheit der erwachsenen Jahre nahm, Stück für Stück, die Gitterstäbe des Aufenthaltes, um daraus Feilen für Fingernägel herzustellen, mit denen die Türen und Fenster an- und aufgekratzt wurden.
Ein Zuhause gibt es unter einer von zwei Bedingungen: entweder du bringst Geld mit oder das Geld bringt dich mit.
Heimatlose sind frei von Versprechen um ein Zuhause; Flüchtlinge leben im Versprechen an ein (neues) Zuhause.