Rot ist nicht nur der Himmel am Morgen
auch der Zeiger dieser Uhr trägt diese Farbe
eine, die das Stiervolk im Himmel ungern sieht
Die Sekunde tickt unaufhörlich
die Minute ab und an
eine Stunde, die augenblicklich schweigt
Und nun bin ich dran
der Nächste in einer langen Reihe
momentan der Kopf dieser Schlange
doch verzeih´ ich verlange
zu viel davon und doch noch zu wenig von allem
niemanden kann man es recht machen
Blau ist nicht nur die Vene unter der Haut
auch der Zeiger dieser Uhr trägt diese Farbe
des Nachts, wenn alles schläft, steht es auch um den Mond so
Der Wolf heult dazu
die Katze sitzt dann ängstlich auf der Straße
der Hund schläft bereits seit zwanzig Stunden
Und nun bin ich dran
der Letzte in einer langen Reihe
doch der Schwanz der Schlange soll rasseln
Das Gift spritzt vorne bald darauf
und in dessen Lachen rutschen sie lachend aus
und lecken es von den Fliesen des langen Flures
Weiß ist nicht nur das Laken im hölzernen Landhausbett
auch der Zeiger dieser Uhr trägt diese Farbe
und alle wissen, was unter solch einem Bezug alles spukt
Gespenster reden herbei und kochen dann Brei
aus ihrem Kommen und Gehen wird beklommenes Sehen
es sind gar viele Köche, mehr als zweiunddreißig mal zwei
die Masse ist fest und fällt nicht aus dem umgestülpten Topf
die Masse ist gerührt und fällt in den Topf
als eine weiße Maus nicht mehr herauskommt
Sie hören alle die Verzweiflung
alle sehen den Kampf ums Überleben
und alle verzweifeln schließlich am Überlegen