An neuen Ufern

Gleichnis zum Thema Aufbruch

von  Reliwette

Eine Vision erscheint

aus unendlichen Tiefen.

Sie taucht auf aus langer

beschwerlicher Reise,


verharrend suchend, unbeweglich


Wechsle in ein fernes Land


Der Flug führt über eine Ebene,

unter der das Vergängliche ruht


aber über allem ist das Neue

und es bietet eine sichere Zuflucht.

Da !

Das Bild!

Es beginnt sich zu zersetzen

Materie löst sich von Materie,

lautlos beginnt es zu schweben


das Kaleidoskop


fliegt neuen Ufern entgegen


Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Hannes (28.09.26, 20:50)
Wie oft zerspringen auf diese Weise  die Träume von Menschen, die durch ein Rohr mit Spiegeln und bunten Steinen in die Ferne schauen wollen und dabei die reale Welt um sich herum vergessen.

 Reliwette meinte dazu am 28.09.26 um 21:48:
Hallo Hannes,
so könnte man den Text deuten, das ist sehr realistisch. Aber es ist ein surreales Gedicht, das sich nicht an realen Geschenissen orientiert, sondern mehr aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche dringt und jede Interpretation zulässt.
Danke! LBG Hartmut

 Saira (28.09.26, 21:14)
Hallo Hartmut,

dein Gleichnis lebt für mich von der Bewegung zwischen dem Alten und dem Neuen. Besonders schön finde ich den Übergang von den „unendlichen Tiefen“ hin zum Schweben und Fliegen - als würde sich etwas lösen, das lange gebunden war.

Das Kaleidoskop ist für mich ein besonders starkes Bild: Aus der Veränderung entsteht eine neue Ordnung, etwas Eigenes und Unbekanntes. Ein schönes Symbol für Aufbruch und den Mut, neue Ufer zu erreichen.

Liebe Grüße
Sigrun
Zur Zeit online: