Hör auf du Wind durchs Laub zu sausen (Schiller)

Gedicht

von  GastIltis

Favonius verführt eine Wanderdüne.

Er fragt nicht nach dem Woher und Wohin.

Die Welt verliert sich in Schuld und in Sühne,

und die Zeit entschwindet ganz ohne Sinn.


Die andern Winde entführn arme Seelen

und fragen nicht nach dem Zuvor und dem Dann.

Sie zweifeln nicht, rätseln nicht, und sie wählen

nicht. Denn sie fürchten nicht Acht oder Bann.


Sie spüren nicht Hunger, und sie atmen nicht Stille,

denn da, wo es still ist, da wartet die Not.

Mit ihr die Verzweiflung, nicht Mut oder Wille.

Nur Abschied, Erinnerung, Elend und Tod.


Favon und die andern verwehn und enteilen.

Die Zeit wird vergehn und im Nirgends verweilen.



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (29.09.26, 13:02)
Schöner Text, lieber Gastiltis, ganz ohne KI gemacht??? Herzlicher Gruß!
Hartmut

 GastIltis meinte dazu am 29.09.26 um 14:21:
Danke Hartmut 
für deine Einordnung als "Schöner Text". Das mit der KI überlese ich mal geflissentlich.
Viele Grüße von Gil.

 DanceWith1Life antwortete darauf am 29.09.26 um 14:45:
Ich schließe mich mal hier an, auch wenn ich das mit der KI eher neckisch lese( typisch Kulturminister, lach) ich bin mir nicht sicher, ob ich das im des letzten Satzes nicht weglassen würde und empfehle diese Zeilen gerne, obwohl ich erst Favonius googeln muss, nie gehört.

der Westwind, interessant

Antwort geändert am 29.09.2026 um 14:48 Uhr

 GastIltis schrieb daraufhin am 29.09.26 um 16:31:
Danke Dance,
Kulturminister oder Kunstmeister? Auf jeden Fall KM. Neckisch lese ich es nicht. Aber da du es angeschnitten hast: ich halte nichts von KI. Bisher habe ich Erfahrungen gemacht, bei der die KI (bei der Analyse von ein paar Gedichten von mir) als ausgesprochen daneben gelegen hat.
Zu dem "im" kann ich mich nicht äußern. Ich bin leider kein Fachmann.
Herzlich Gil.

 Reliwette äußerte darauf am 29.09.26 um 18:42:
Lieber Gastiltis. Ich mag die KI auch überhaupt nicht, aber ich weiß, dass sie hier bei KV von dem/der einen genutzt wird.
Also, ich habe mich hier auf KV als ehemaliger "Kultusminister" der Hallig Süderoog geoutet. Das war ein richtiger Spaß damals. Die Heimmutter, Frau Bangerter aus der Schweiz hatte uns Kinder gefragt: Wer weiß, was Kultur ist? Ich hatte geantwortet: "Kamm und Seife!" Das gab großes Gelächter. Ich war 14. Ich wurde darauf hin mit drei Titeln geehrte: Kultusminister, Theaterdirektor und Krocketmeister von Hallig Süderoog bei ca. 49 Teilnehmern. Erst viel später haben die Zeitungen aus dem Raum Essen/Ruhrgebiet den" Kunstmeister aus mir gemacht, der gegen die geistige Verwahrlosung der Stadt Essen zu Felde zog. Ich merkte erst viel später, dass die "geisige Verwahrlosung".als ein Nebeneffekt von der "Konsumwut" herrührt, die es überall gibt, auf der ganzen Welt.
Das zur Aufklärung zum Thema "Spätkapitalismus in den Endzügen".
Lieber Gruß @ Dance und Gastiltis.- Hartmut.

Antwort geändert am 29.09.2026 um 18:43 Uhr

Antwort geändert am 29.09.2026 um 18:45 Uhr

 GastIltis ergänzte dazu am 29.09.26 um 20:14:
Gut Hartmut, wäre das auch geklärt.
Vielleicht eine Kleinigkeit noch: Mein User-Name auf KV ist GastIltis. Mit einem großen I in der Mitte. Da bin ich pingelig. Du könntest aber auch Gil schreiben, auch Giltis. Bei GIltis wäre mir auch ein großes I egal.
Warum das so ist, weiß ich selbst nicht, aber es ist so, und, um mal einen ehemaligen Bürgermeister der Berliner Mitte zu zitieren, das ist auch gut so. 
Bis bald Gil.

 Reliwette meinte dazu am 29.09.26 um 20:36:
Jetzt ist die Antwortmail auch schon wieder futsch.
Gil geht klar, bis zum nächsten Mal
Hartmut

 willemswelt (29.09.26, 21:43)
Bald,lieber Freund Gill,wird der Wind wieder durchs Laub sausen,wird mit den Füßen spielen und erzählen von der Leichtigkeit mancher Momente und helfen, hin und wieder eines der fallenden Blätter zu fangen wie damals ,als die Kinderhand sich ganz einfach am Tun erfreute,dir liebe Herbstgrüße,Willem

 GastIltis meinte dazu am 30.09.26 um 14:45:
Lieber Willem, bin stark erkältet, kann gar nicht recht reagieren. Liebe Grüße von Gil.

 GastIltis meinte dazu am 04.10.26 um 18:17:
Lieber Willem,
es ist mir auch mit ein paar Tagen Abstand noch eine Freude, deine wunderbar herbstlich verspielten, fast kindlich angehauchten Zeilen, zu lesen. So langsam erwachen die Lebensgeister wieder, und der Ernst des Lebens wird uns hoffentlich noch erlauben, nebenher ein paar schöne Herbststunden demnächst genießen zu dürfen.
Danke und viele Grüße von deinem Freund Gil.

 Didi.Costaire (29.09.26, 22:55)
Moin Gil,

ich bin als Schiller ohne S ein Chiller,
im Wanderdünen-Wonderland zuhause,
und selbst als Sportsfreund eher so ein stiller,
auf dass der Wind doch rasch vorübersause,
doch seh Yann Sturm den Gegnern gern enteilen
und manches in und zwischen deinen Zeilen.

Herzliche Grüße,
Dirk

 GastIltis meinte dazu am 30.09.26 um 14:47:
Lieber Dirk, danke für deine Zeilen. Ich melde mich ausführlich, wenn ich wieder fit bin. 
Herzlich Gil.

 GastIltis meinte dazu am 04.10.26 um 18:37:
Hallo Dirk! Wie immer rätselhaft schön!

Nach deinem Siebenzeiler (exakt minus einer),
musst ich zunächst die vierzehn Zeilen
von mir nochmal gründlich lesen.
Danach fühlt' ich mich (Flugverbot) gleich etwas kleiner,
und spannte aus, um harrend zu verweilen.
Dann dacht' ich, bin noch nicht genesen.

Danke und viele herzliche Grüße von Gil.

 plotzn (30.09.26, 09:25)
Servus Gil,

Favonius sollte eigentlich den Frühlingsboten geben und was macht der Kerl? Erst verführt wer eine Wanderdüne und dann macht er sich auch noch aus dem Staub. Schande über ihn!

Ich mag Wind eigentlich ganz gerne, außer beim Fahrradfahren an der Küste...

Liebe Grüße
Stefan

 GastIltis meinte dazu am 30.09.26 um 14:49:
Hallo Stefan, obwohl ich noch im See gebadet habe, behaupte ich steif und fest, dass meine Frau mich angesteckt hat. Sie war deutlich vor mir und erheblich stärker als ich betroffen. Gruß Gil.

 plotzn meinte dazu am 01.10.26 um 08:42:
Servus Gil,

ist ja letztlich auch egal. Die Viren kann man nicht nach ihrer Herkunft befragen...

Gute Besserung!
Stefan

 GastIltis meinte dazu am 04.10.26 um 18:48:
Hallo Stefan,
ich äußere mich hier nur zu deinem ersten Teil. Warum, weißt du ja. Ich weiß gar nicht, wie ich auf das Thema Wind gekommen bin, dein Ausflug an die Nordsee kann es jedenfalls nicht gewesen sein. Aber egal, vielleicht war es unbewusst der Herbst, insofern passt es so halbwegs. Auf jeden Fall wollte ich ursprünglich den dritten Vierzeiler freundlicher gestalten; das ist mir nicht gelungen. Du siehst, mir geht es nicht mehr so leicht von der Hand.
Danke nochmals und sei herzlich gegrüßt von Gil.

 Saira (30.09.26, 10:26)
Lieber Gil,

der Wind muss keinen Sinn suchen, weil er keine Vorstellung vom Sinn braucht. Er kennt weder Schuld noch Sühne, weder Gestern noch Morgen. Der Mensch dagegen kann kaum anders, als zu fragen und zu erinnern und genau daraus entstehen wohl seine Größe und sein Elend zugleich. Diesen Gedanken lese ich aus deinen Zeilen heraus.

Herzliche Grüße
Saira

 GastIltis meinte dazu am 30.09.26 um 14:51:
Liebe Sigi, du bekommst noch eine ausführliche Begründung zu diesem Text. Bis dahin liebe Grüße von Gil.

Antwort geändert am 30.09.2026 um 14:52 Uhr

 GastIltis meinte dazu am 04.10.26 um 19:03:
Liebe Sigi,
so sehr viel kann ich mit deinem Kommentar eigentlich gar nicht anfangen. Und meine Kurzantwort war auch gar nicht darauf ausgerichtet, auf sie inhaltlich einzugehen; sie hatte andere Hintergründe, auf die ich jetzt aber noch (?) nicht eingehen will oder kann. Ob überhaupt, lasse ich mal im Raum stehen. Das, was ich an Stefan geschrieben habe, ist natürlich ein Teil dessen, was in Frage kommt, ein kleiner Teil. Es lohnt sich aber nicht, über mehr nachzudenken. Ich muss jetzt erst einmal wieder Fuß fassen. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht habe ich mich mit der Kurzantwort zu weit aus dem Fenster gelehnt, das wäre dann schade.
Danke jedenfalls und liebe Grüße von Gil.

 Saira meinte dazu am 05.10.26 um 10:39:
Lieber Gil,

mach dir bitte keine Gedanken wegen deiner ersten Antwort. Du hast dich damit für mich nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Ich merke, dass da wohl noch etwas anderes mitschwingt. Wenn du darüber im Moment nicht reden möchtest oder kannst, ist das völlig in Ordnung. Ich werde auch nicht nachfragen.

Mein Kommentar war einfach das, was deine Zeilen bei mir ausgelöst haben. Dass du selbst vielleicht etwas anderes damit verbindest, macht ein Gedicht doch gerade interessant.

Und nun fass erst einmal wieder Fuß, lieber Gil. Alles andere hat Zeit.

Herzliche Grüße
Sigi
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