Ballade vom einsamen Leben, genäht in der Hölle

Ballade zum Thema Lebensweg

von  S4SCH4

Mehr als oft fiel mir der Blick

in diese Spiegeleien, öfter gar,

als sie in des Teufels Wartesaal

den Menschen je begrüßten.

 

Mit Weisheit, Lust und Laune

gefiel mir die Posaune

am liebsten in dem Zimmer,

 

und dann spielte ich sie so laut,

dass ich dacht’, dies Grölen klaut

dem Gehörnten noch sein Horn.

 

Doch er lachte laut und war er gewiss,

dass er mir bald mein Herz zerriss,

und gab mir in silbern eine Nadel,

 

mit der ich dann zu flicken hätte,

Nachts und auch des Tags im Bette,

eine Brust, die offen schlug.

 

Einen Faden sollte ich nehmen

von eigenem Rock und Hemd,

bis dass ich nackt mich fänd’.

 

Krank lag ich bald darauf danieder,

und meine Kraft, sie war zuwider

auf Heim und Leben mir gerichtet.

 

So verlor ich, was Mut einst bedacht,

und der Gipfel, der bald entfacht,

schlug Flammen um meine Zunge.

 

Darin, ein Knoten ließ mich lallen,

ließ meine Fäuste eisern ballen,

und im Flammenmeer und Glut

stand ich im dunklen Rot vor Wut

 

vor dem Richter, der gekommen,

mich zu sehen in der Rage,

mit dem Urteil: Selbstsabotage.

 

So fiel ich ab von mir und dir,

der Teufel trug das Herz,

das einst in mir verborgen war,

mit Recht und Fug abwärts.

 

In der Unterwelt war Eis

und Flamme nur in mir.

So schmolz ich harten Frost

und zahlte im Ausgleich die Kost

mit endlosem Zorn, dem Sud

aus Feuer, Öl und dem Gut,

das mir dadurch verbrannte.

 

Hier erlosch ich ganz im weißen Meer,

und mehr, das weiß auch ich nicht mehr.

Alles ist nun lange vergangen,

um viele Münder, die mir sangen

von einem Himmel, einer Welt,

in der ein Spiegel auch zerschellt

und Freiheit macht mit Händen:

Man müsse das Blatt nur wenden.



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