Die Lesung

Gedicht

von  niemand



Ein Dichter sitzt, mit hehrer Miene -

vor ihm gebundenes Papier.

Sein Meisterwerk heißt „Melusine“

und es erfasst der Bände vier.


Der Raum besetzt von zehn Gestalten,

von denen jede sich bemüht

in kluger Art die Stirn zu falten,

um zu verstehen was ihr blüht .


Der Dichter liest, doch nach paar Zeilen

versagt die Stimme. Gott, wie hart!

Es ist kein Grund mehr zu verweilen -

so bleibt auch manchem viel erspART.




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