Noch ein Mal

Alltagsgedicht zum Thema Alles und Nichts...

von  Moppel


 

Laut knallt vorm Balkon ein Motorrad,

sein Röhren zieht zwischen den Bäumen.

Ein Schweres, denk ich, das echt Kraft hat.

Noch immer bringt das mich zum Träumen.

 

Erinnre mich, wie du mich fandest,

Moto Guzzi, die hat echt nicht jeder.

Wie stolz ich war, als du mir bandest

den Nierengurt aus purem Leder.

 

Ich denk dran, wie kühn wir uns legten

in Kurven, die steil sich gebogen.

Wie Gräser sich um uns bewegten,

als wären wir beide geflogen.

 

Die Landschaft zog an uns vorbei.

Wir waren so lebensunwissend.

Versprachen uns nichts in den Küssen.

Wir waren so jung und so frei.

 

Wie gern würd ich ein Mal noch fliegen

auf ihr in das Rot einer Nacht.

Zu dem Stern hin, der sanft mich bewacht.

Stiege ab und blieb einfach dort liegen.



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Kommentare zu diesem Text


 Verlo (07.10.26, 10:51)
Moppel, es war der Mann und die Moto Guzzi.

Moto Guzzi allein ist auch sehr schön – vermute ich, bin noch keine Gefahren –, aber allein ist allein.

Leider.

 EVdR meinte dazu am 07.10.26 um 11:09:
Der Text weckt die Erinnerungen

V7 Special durfte ich mal bewegen. Ne BMW ist mir dann doch lieber.
Leisten konnte ich mir nur Reiskocher.
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