Er rastet wieder einmal völlig aus, vor seinen Augen flimmert rot die Glut, die Kinder ducken sich vor seiner Wut, und keiner ist mehr sicher in dem Haus. Die Hiebe prasseln auf den Leib der Frau, die sich dem Rasenden entgegenstellt und von der Schläge Wucht zusammenfällt, ein Häufchen Elend, wimmernd, grün und blau. Den Zorn beherrschen wollten schon die Alten, doch wie den Dämon zähmen, niederringen? Im Zorn zu handeln macht doch keinen Sinn, der alte Cato ließ ihn erst erkalten, den frechen Sklaven diese Botschaft bringen: „Nun* freut euch vorerst**, dass ich zornig bin. * und **: Die Worte „nun“ und „vorerst“ sind Ergänzungen des Originalzitats Anmerkung: Die Stoiker glaubten ihre Affekte durch Beherrschung besiegen zu können. Heute weiß man, dass Appelle an die Vernunft nicht ausreichen. Man vertraut auf langfristige Therapie, auch nur mit mäßigem Erfolg. Überfüllte Frauenhäuser machen skeptisch.
Bild Pixabay, myshoun
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