Von "Spinnern" und herumfliegenden Steinen

Betrachtung zum Thema Geister

von  Bluebird

Es ist mir noch immer peinlich, so offen über Geister zu reden, wenn ich nur daran denke, dass ich vor zwanzig Jahren immerhin jeden anderen, der dies tat, für einen Spinner gehalten habe. (Colin Wilson, englischer Schriftsteller)


Ein ehrliches Bekenntnis von jemanden, der sich viele Jahre lang mit okkulten Phänomen auseinandergesetzt hat. An irgendeinem Punkt wurde ihm klar, dass bestimmte auftretende paranormale Phänomene einfach nicht mehr mit einem sich äußerlich manifestierenden Unbewussten erklärt werden können.

Walter von Lucadou, führender Parapsychologe im deutschsprachigen Raum, versucht es trotzdem: Ein Parapsychologe sollte kein Spinner sein, der selbst an Gespenster glaubt. Das sind Zerrbilder, Klischees, die bedient werden. Ein Parapsychologe sollte ein nüchterner Wissenschaftler sein, der menschliche Berichte ernst nimmt.

Ich bin ja bei Spukfällen dabei gewesen. Es gab einen Fall, als uns erzählt wurde, dass in einer Wohnung Steine herum fliegen würden. Es war tatsächlich so: Dass Steine teilweise sogar durch die Fenster folgen. Das mussten wir erst einmal zur Kenntnis nehmen.
  (Interviewer): Da hat halt jemand mit Steinen geworfen, oder?
Nein. … Wir haben ihr genau auf die Finger geschaut, sie aber nie beim Werfen erwischt.

Und wie erklärte er dieses Phänomen?

Unser rational-wissenschaftliches Modell sah dann so aus: Dieser Spuk hat die Funktion einer psychosomatischen Reaktion.


Fazit:

Wer hat nun Recht? Nun, ich denke, dass im Wort „Spinner“ die Lösung liegt. Nicht als Spinner gelten zu wollen, kann dazu führen völlig offensichtlichen Tatsachen nicht ins Auge blicken zu wollen.




Anmerkung von Bluebird:

Die von Lucadou-Zitate stammen aus einem stern-Interview

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