Vorlaute Tollheit

Gedicht

von  Vaga

Herr Toll und Frau Toll sind ein Freundschaftspaar,
sie finden sich toll und sie fanden sogar,
dass ihr jeweiliges Nomen ein Omen war,
eine Voraussage dafür, was fortan geschah
vor eines Publikums Auge, das genau hinsah,
wie die beiden sich tolltanzten Jahr für Jahr.

Für Herrn Toll war Frau Toll stets der tollere Star,
und sie fand das offensichtlich wunderbar,
wie Herr Toll sie bezauberte immerdar,
mit Umschmeichlung und tolldreistem Lobesgebahr'.

Eines Tages jedoch wurde Herrn Toll plötzlich klar,
dass er sich ihrer Tollheit nicht mehr sicher war.
Er verriet das Frau Toll, selbst auf eig'ne Gefahr,
die begriff das sehr schnell und schenkte dem Narr
ein Gläschen Rein ein, steckte sich selbst eine Blume ins Haar.

Er nahm das Wörtliche still hin und das Zeichen wahr,
dass hier statt etwas Tolles weniger Tolles geschah.

Er sah ein, dass es vielleicht sogar klüger ist,
[letztendlich wie eine Art Kompromiss],
nur erst einmal zu schauen statt gleich drauf zu bauen,
dass eine solche Freundschaft etwas Tolles ist.


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Kommentare zu diesem Text


 HansBeislschmidt (24.10.26, 14:23)
Ein tolles Werk, Vaga, ist es Abnutzung, späte Erkenntnis oder Langeweile, wenn sich Menschen enttollen und davontrollen. Bei allzu viel übereinander rollen, kann schon einer mal grollen.
LG Hans 
PS ein Gläschen Wein  :P

 Wastl (24.10.26, 14:48)
Hoi, der tolle Text hat mich ganz eingetollt.

Liebe Grüße

Wastl

 niemand meinte dazu am 24.10.26 um 15:51:
@ Vaga
es gibt Verbindungen, die kann keiner lösen,außer der Inhaber eines
Schreibforums, wenn er schließt   :D  dann muss man wahrscheinlich wie toll suchen, wo man unterkommt. Es besteht aber die Chance sich mit einem anderen Nick aus solcher Verbindung zu lösen, doch manchmal finden sich solche Tollitäten dann unbeabsichtigt wieder.
Glück, oder Pech, dass ist die Frage. Mit lieben Grüßen, Irene
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