das ist der herbst
das fette korn fiel unter fittem schnitter
und gänse fressen sich zuletzt ganz satt
denn nächstens wendet sich das glatte blatt
kommt winter und wir werden wieder bitter
wie morgenkühle neblig in den wettern
das ende von idyll und schmeidigkeit
und um ein vieles vor besagter zeit
sind an den bäumen bunte tote lettern
und krähen hacken wortlos augen aus
doch jedes wort ist der verzicht auf rache
wir leben schliesslich unter einem dache
tief unten giften kröten in das wasser
und hässlich macht der hass den blassen hasser
das ist der herbst. geh in dein warmes haus
der tag an dem die schwalben flohen
das ist der herbst. geh in dein warmes haus
lass dich nicht mehr von äussren dingen lenken
jetzt kannst du wieder welt und weisheit schenken
falls weisheit ist im ungefugten deines baus
wir leben nicht wenn wir uns lenken lassen
wir sind dann gottes puppen kalt und tot
gekentert und gescheitert plan und boot
ein punkt ein nichts inmitten großer massen
wir bleiben und wir folgen nicht den schwalben
wir suchen erst nach sinn und dann den ort
doch sicher auch für satte seelen salben
von vielen dingen gibt es keine halben
so von dem trost und von dem warmen wort
und von den bildern in den lebensalben
alptraum
und von den bildern in den lebensalben
kommst du dann eines tages nicht mehr los
die ersten die so klein warn werden gross
und die bedrückenden bedrücken allenthalben
da gibt es kein verdrängen und entrinnen
selbst nachts dringt widersacher in den traum
und alle liessen dich du glaubst es kaum
nicht einmal ohne bösen grund gewinnen
doch pflanztest du nicht bäume uns als lohn
und schriebst ein büchlein gegen prahl und pressen
und hast du nicht den einen oder andern sohn
so hast du doch das beste schon erreicht
um alp verlust und trauer zu vergessen
die gabe macht dir dann das alter leicht