Entwesentlichung

Sonett zum Thema Entfremdung

von  FrankReich

Verwöhnt durch Beatmung aus ewigen Wäldern,
die Ernte von Früchten aus Wiesen und Feldern,
das häusliche Wild,
im Geist ungestillt,
auf ständiger Jagd nur nach Gütern und Geldern
verdrängt die Gestaltung das innere Bild,
bis nur noch die äußere Wertigkeit gilt.

Verfolgt von den Zeichen auf rostigen Schildern,
von Schatten, die in toten Stadtvierteln wildern,
erstirbt unbeseelt
das letzte, was zählt,
vergilbt wie die Farbe auf älteren Bildern,
geschürt noch durch Kälte, die innerlich schwelt,
das Wunschziel, weil Weg es wie Richtung verfehlt.

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Kommentare zu diesem Text


 harzgebirgler (30.05.21)
"Gottes Fehl hilft" schrieb Hölderlin einstmals -
doch lang ist noch die Zeit des Jammertals.

LG
Henning

 FrankReich meinte dazu am 01.06.21:
Hi Henning,

die Geduld, Spucke und das Bewusstsein, Dinge auch ohne fremde Hilfe ändern zu können, wäre ja immerhin schon ein Anfang. 👍

Ciao, Frank

P. S.: Danke auch für Deine Empfehlung.
Stelzie (55)
(30.05.21)
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 FrankReich antwortete darauf am 01.06.21:
Hi Kerstin,

in der Philosophie gibt es die Theorie des unbeschriebenen Blattes, der ich allerdings nicht uneingeschränkt zustimme, immerhin spielt die Genetik, sprich Vererbung eine nicht zu unterschätzende Rolle, wird dieser Kern jedoch vernachlässigt, ersetzen Routine und sonstige eingefahrene Strukturen das menschliche Element, somit steigt die Angst, zugunsten der Selbstverwirklichung über den Tellerrand zu blicken und mündet höchstens noch in Selbstbefriedigung.
Danke auch für Deine Sternchen.

Ciao, Frank
Teichhüpfer (63)
(30.05.21)
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 FrankReich schrieb daraufhin am 01.06.21:
Ich tippe da eher auf Barock n' Roll und Regelmäßigkeit hätten so einige sicher ganz gerne, außerdem denke ich, dass nicht die Stadt den Menschen, sondern der die Stadt prägt, die Vorstellung wird ersetzt durch das Raster.

Ciao, Frank
Teichhüpfer (63) äußerte darauf am 01.06.21:
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