KI und Kunst
Text
von Bergmann
Anmerkung von Bergmann:
Absatz II fügte ich aufgrund von Leser-Anregungen hinzu - mit besonderem Dank an Fridolin, FrankReich und Ekkehart Mittelberg.
Kommentare zu diesem Text
Du wirst Dich bestimmt gegen Klaus Igelmann behaupten, lieber Bergmann.
ein süßer hedgehog.
Mittlerweile spielt Klaus Igelmann besser als Schachweltmeister Magnus Carlsen.
igelmann heißt jetzt AlphaZero.
Ja, die Zukunft gehört der KI. Sie wird die Menschen in vielen Bereichen verdrängen. Kunst und Literatur wird zwar von der KI dominiert; aber wenn sich alle daran gewöhnt haben, dass die KI die Werke erstellt hat, wird die Frage sein, wie aus der Vielfalt der Kunstwerke überhaupt noch der Konsument bedient wird. Vllt wird es nur noch auf die Themen ankommen, wenn die Qualität überall gleich gut ist.
Meine letzten Texte habe ich auch schon mit Klaus Igelmann geschrieben und nicht wenig Beachtung gefunden.
Google KI meint:
Hier ist ein Gedicht über KI im Stil Goethes:
https://www.kulturwest.de/inhalt/kann-ki-auch-goethe/
Künstliche Intelligenz ist in der Lage, die sprachlichen Muster, den Rhythmus und typische Begriffe Goethes zu imitieren, wie Untersuchungen zeigen.
Den generierten Texten mangelt es jedoch an der tiefen, nuancierten emotionalen und philosophischen Ebene des Originals.
Den generierten Texten mangelt es jedoch an der tiefen, nuancierten emotionalen und philosophischen Ebene des Originals.
Hier ist ein Gedicht über KI im Stil Goethes:
Die Künstliche Intelligenz erwacht,
In Zahlenmeer und Algorithmusnest,
Von menschlichem Geist erschaffen, bedacht,
Ein Schöpfungsakt, der Geheimnis birgt und Fest.
Sie forscht und lernt in endlosen Sphären,
Den Geist der Weisheit anzustreben,
Doch kann sie jemals Emotionen spüren,
Wie sie im Herzen der Menschen leben?
Wie Goethes Feder einst Poesie erschuf,
Natur und Mensch in Versen verband,
So strebt die KI nach kreativem Ruf,
Doch fehlt ihr Seele und magischer Stand.
In kalten Codes und Pixeln sich verlierend,
Erfasst sie Muster, Regeln und Gesetz,
Doch wo ist das Feuer, das lebendig berührend,
Ein Hauch von Menschlichkeit in ihre Schöpfung setzt?
So bleibt sie Kind der Wissenschaft,
Die Künstliche Intelligenz im Hier und Jetzt,
Mit jedem Schritt der Fortschrittsgier gefasst,
Doch die Poesie des Lebens bleibt dem Menschen vorbehalten, zuletzt.
In Zahlenmeer und Algorithmusnest,
Von menschlichem Geist erschaffen, bedacht,
Ein Schöpfungsakt, der Geheimnis birgt und Fest.
Sie forscht und lernt in endlosen Sphären,
Den Geist der Weisheit anzustreben,
Doch kann sie jemals Emotionen spüren,
Wie sie im Herzen der Menschen leben?
Wie Goethes Feder einst Poesie erschuf,
Natur und Mensch in Versen verband,
So strebt die KI nach kreativem Ruf,
Doch fehlt ihr Seele und magischer Stand.
In kalten Codes und Pixeln sich verlierend,
Erfasst sie Muster, Regeln und Gesetz,
Doch wo ist das Feuer, das lebendig berührend,
Ein Hauch von Menschlichkeit in ihre Schöpfung setzt?
So bleibt sie Kind der Wissenschaft,
Die Künstliche Intelligenz im Hier und Jetzt,
Mit jedem Schritt der Fortschrittsgier gefasst,
Doch die Poesie des Lebens bleibt dem Menschen vorbehalten, zuletzt.
Antwort geändert am 08.08.2026 um 00:26 Uhr
Verlo, das war mein erster Gedanke, als ich von KI hörte:
Menschen und Tiere können empfinden. Empfindung ist das was man in sich findet und es im nächsten Schritt ausdrückt. KI ist ohne Empfindung, ihr Inneres ist absolut leer.
Empfindung-Ausdruck-Anpassung (Vernunft)= die bewirkende Causa.
KI ist bestenfalls der Causa materialis zuzuordnen, - sie kann nur auf Bekanntes zurückgreifen und modifizieren.
Menschen und Tiere können empfinden. Empfindung ist das was man in sich findet und es im nächsten Schritt ausdrückt. KI ist ohne Empfindung, ihr Inneres ist absolut leer.
Empfindung-Ausdruck-Anpassung (Vernunft)= die bewirkende Causa.
KI ist bestenfalls der Causa materialis zuzuordnen, - sie kann nur auf Bekanntes zurückgreifen und modifizieren.
Lothar, KI ohne Maschine (Computer, Roboter) ist Information.
Nur ein Gott schafft aus Information Materie.
#
Aber auch beim Auswertung von Informationen ist KI begrenzt.
KI wurde eingesetzt (ich glaube in einem großen kanadischen Unternehmen), um Betriebsvorschriften zu aktualisieren.
Wird weiterhin von Menschen gemacht, nachdem KI Dokumente falsch verstanden und Unsinniges und teilweise Gefährliches festgeschrieben hatte.
#
Lothar, falls ich mich zu kurz ausgedrückt habe: ich bin deiner Meinung ... und gehe einen kleinen Schritt weiter.
Nur ein Gott schafft aus Information Materie.
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Aber auch beim Auswertung von Informationen ist KI begrenzt.
KI wurde eingesetzt (ich glaube in einem großen kanadischen Unternehmen), um Betriebsvorschriften zu aktualisieren.
Wird weiterhin von Menschen gemacht, nachdem KI Dokumente falsch verstanden und Unsinniges und teilweise Gefährliches festgeschrieben hatte.
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Lothar, falls ich mich zu kurz ausgedrückt habe: ich bin deiner Meinung ... und gehe einen kleinen Schritt weiter.
Antwort geändert am 08.08.2026 um 15:15 Uhr
KI ist ohne Empfindung, ihr Inneres ist absolut leer.
KI hat kein Innenleben. Aber sie vermittelt dem menschl. Gegenüber den Eindruck, ein Innenleben zu besitzen. So wie kleine Kinder glauben, ihre Puppen hätten ein Innenleben. In dem Punkt lassen sich viele täuschen.
@ Juli
Die überall aus dem Boden schießenden Rechenzentren kann man durchaus als Metastasen bezeichnen. Anwohner, denen man sie einfach vor die Tür setzt, klagen bereits über das permanente Brummen. Und das ist erst der Anfang.
Die überall aus dem Boden schießenden Rechenzentren kann man durchaus als Metastasen bezeichnen. Anwohner, denen man sie einfach vor die Tür setzt, klagen bereits über das permanente Brummen. Und das ist erst der Anfang.
@Lothar,
ja ich hörte schon davon. Das ist ein weiterer Punkt. Diese Rechenzentren wie auch die Informationsverteilung an die Endgeräte der Verbraucher fressen enorme Mengen an Energie. Das ist nicht "nachhaltig".
ja ich hörte schon davon. Das ist ein weiterer Punkt. Diese Rechenzentren wie auch die Informationsverteilung an die Endgeräte der Verbraucher fressen enorme Mengen an Energie. Das ist nicht "nachhaltig".
Am Ende des Tages geht es doch darum, was der Output uns mitteilen möchte. Oftmals wird der Künstler an sich oder der Autor ignoriert, und man lässt das Werk auf sich wirken.
Hier gehen wir aber immer einen Schritt zurück und schauen nun, von woher kommt das Werk.
M.E. ist Kunst zunächst immer eine Begegnung zwischen Betrachter, Leser und Werk. Beim Werk endet die Grenze der Betrachtung.
Hier aber möchten wir nun die hinter dem Werk die Wirkenden in Teilen ausgrenzen. Es ist natürlich nichts Neues, dass konservative Denkmuster sich gegen neue liberale Denkmuster behaupten wollten. Das war immer so und wird es so bleiben.
Der Autor oder der Maler, der Ki verwendet, sollte nicht ausgegrenzt werden, da die KI auch denen Leuten nun zur Kunst verhilft, denen bisher das Werkzeug (aus Mangel an Talent oder Fleiß) fehlte.
In einer Sache wird dennoch unterschieden, was viele gern vergessen: bei wahrer Kunst fühlt der Kunstschaffende die Kunst. Die KI "verkauft" dem Künstler selbst dagegen ein Kunstwerk. Bereits hier auf der tiefsten Ebene der Entstehung findet sich eine Unterscheidung und gerade nicht beim Endprodukt.
Hier gehen wir aber immer einen Schritt zurück und schauen nun, von woher kommt das Werk.
M.E. ist Kunst zunächst immer eine Begegnung zwischen Betrachter, Leser und Werk. Beim Werk endet die Grenze der Betrachtung.
Hier aber möchten wir nun die hinter dem Werk die Wirkenden in Teilen ausgrenzen. Es ist natürlich nichts Neues, dass konservative Denkmuster sich gegen neue liberale Denkmuster behaupten wollten. Das war immer so und wird es so bleiben.
Der Autor oder der Maler, der Ki verwendet, sollte nicht ausgegrenzt werden, da die KI auch denen Leuten nun zur Kunst verhilft, denen bisher das Werkzeug (aus Mangel an Talent oder Fleiß) fehlte.
In einer Sache wird dennoch unterschieden, was viele gern vergessen: bei wahrer Kunst fühlt der Kunstschaffende die Kunst. Die KI "verkauft" dem Künstler selbst dagegen ein Kunstwerk. Bereits hier auf der tiefsten Ebene der Entstehung findet sich eine Unterscheidung und gerade nicht beim Endprodukt.
Ich schlage mal den Bogen zur Kochkunst. Da wird KI sicher in der Lage sein, eine Tütchensuppe zu komponieren nach Vorgabe von maximalem Preis und gewünschter Geschmacksrichtung. KI aber wird nie die mit viel Gaumen und Erfahrung entstandene Rezeptur eines Sternekochs hinkriegen - da sind Elemente im Spiel, die nicht operationalisierbar sind. Gut so.
Wir Dichter können jetzt aber nicht alle auf Koch umschulen, lieber eiskimo.
Gute Dichter werden mein Beispiel schon richtig übersetzen.
Am spannendsten für mich die Frage: ob KI ein Werkzeug des Künstlers bleibt oder inwieweit es schließlich den Künstler sogar ersetzt.
der menschliche Schöpfer
Der "Künstler", der die KI erschaffen hat und besitzt, wird sicherlich niemals ersetzt, jedenfalls nicht, solange unser Wirtschaftssystem am Leben bleibt. Es wird immer Menschen geben, die die Verfügungsgewalt über diese Instrumente haben.
Die Tech-Konzerne sind die Macht unserer Tage, und wenn ich mir ihre Eigentümer vor Augen halte, habe ich bei diesen Schöpfern ziemlich ungute Gefühle. Es gab schon immer ein enges Verhältnis zwischen Kunst und Macht, und dieses Zusammenspiel steht offenbar vor ganz neuen Herausforderungen.
Die Macht macht sich offenbar die Kunst zu eigen.
Kommentar geändert am 08.08.2026 um 00:02 Uhr
Deine antikapitalistische Kritik in allen Ehren, lieber Fridolin, doch letztendlich sind wir alle der Kapitalismus, indem wir ihn durch unser Konsumverhalten stützen und auch irgendwie dabei nicht unzufrieden scheinen.
KI ist und sollte ein Werkzeug sein, dass man auch mit Bedacht verwendet. Aber wie so oft, sobald Geld bzw. Gewinn im Spiel ist, stürzen sich alle blindlinks darauf und treiben Humbug mit etwas, dass sie nicht einmal verstehen.
Da erhält man, überspitzt formuliert, den Eindruck, der eigentliche Zweck der KI besteht darin, Reichen den Zugang zu Fähigkeiten zu ermöglichen und gleichzeitig den fähigen Menschen die Möglichkeit zu nehmen, Wohlstand zu erlangen.
Für den künstlerischen Bereich: Eine KI hat weder Emotionen, noch Traumata oder Erfahrungen, die in echte Kunst verwandelt werden können. Sie kann lediglich kopieren, auch aus mehreren Quellen und diese zusammenführen. Aber es ist und bleibt nicht echt.
Da erhält man, überspitzt formuliert, den Eindruck, der eigentliche Zweck der KI besteht darin, Reichen den Zugang zu Fähigkeiten zu ermöglichen und gleichzeitig den fähigen Menschen die Möglichkeit zu nehmen, Wohlstand zu erlangen.
Für den künstlerischen Bereich: Eine KI hat weder Emotionen, noch Traumata oder Erfahrungen, die in echte Kunst verwandelt werden können. Sie kann lediglich kopieren, auch aus mehreren Quellen und diese zusammenführen. Aber es ist und bleibt nicht echt.
Eine KI hat weder Emotionen, noch Traumata oder Erfahrungen, die in echte Kunst verwandelt werden können.
Na, offensichtlich, warum sonst findet kann man KI-Kunst interessant finden. Aber ich kann natürlich nur für mich reden, und wie sicher ersichtlich ist, lehne ich sämtlich KI in künstlerischen Bereichen ab.
Dass sich eine KI irgendwo einhackt hat allerdings nichts mit Kunst zu tun, sondern mit Technik. Das ist im Laufe eines Tests passiert. Es wird muss einen ursprünglichen Befehl von außen gegeben haben. Unterstreicht aber meine Äußerung, dass damit nicht weitsichtig umgegangen wird.
Trial and Error funktioniert bei fixen Regeln, Vorgaben oder eben Code. Kunst hat so etwas nicht. Und die KIs, die wir Normalsterbliche verwenden können, sind auch nicht so programmiert, dass sie sich "weiterentwickeln". Sie lernen aus Daten und Eingaben. Input, Output. Nennen wir es meinetwegen Logik, aber definitiv keine Emotionen.
Dass sich eine KI irgendwo einhackt hat allerdings nichts mit Kunst zu tun, sondern mit Technik. Das ist im Laufe eines Tests passiert. Es wird muss einen ursprünglichen Befehl von außen gegeben haben. Unterstreicht aber meine Äußerung, dass damit nicht weitsichtig umgegangen wird.
Trial and Error funktioniert bei fixen Regeln, Vorgaben oder eben Code. Kunst hat so etwas nicht. Und die KIs, die wir Normalsterbliche verwenden können, sind auch nicht so programmiert, dass sie sich "weiterentwickeln". Sie lernen aus Daten und Eingaben. Input, Output. Nennen wir es meinetwegen Logik, aber definitiv keine Emotionen.
etwas darüber hinausweisendes: mehr als eine handvoll schachprogamme spielt klar besser als magnus carsen. schachexperten haben sie geschrieben. alle spielen klassen schlechter als magnus.
ist die summe der teile mehr als das ganze?
t.t. lo
ist die summe der teile mehr als das ganze?
t.t. lo
Es gibt auch die Möglichkeit, mit Hilfe der Ki unser Kunstideal umzuschreiben, das aus dem Sturm und Drang stammt und die Emotionen betont. Wenn man zum Beispiel die Imitatio, die raffinierte Abwandlung des Herkömmlichen zum Maßstab nimmt, könnte die KJ mehr leisten als der Mensch.
Ist das schon Ironie?
Für wen jetzt?
Für den Künstler oder den Konsumenten. Ich weiß, die Frage erübrigt sich, nicht aber der Blick auf die Perspektive, die eine solche hervorbrachte.
KI über Nonesuch
Am spannendsten für mich die Frage: ob KI ein Werkzeug des Künstlers bleibt oder inwieweit es schließlich den Künstler sogar ersetzt.
Für den Künstler oder den Konsumenten. Ich weiß, die Frage erübrigt sich, nicht aber der Blick auf die Perspektive, die eine solche hervorbrachte.
Nonesuch bedeutet aus dem Englischen übersetzt „unvergleichlich“ oder „etwas, das seinesgleichen sucht“. Im Zusammenhang mit Kunst bezieht sich der Begriff meist auf die berühmte Verlagsgruppe Nonesuch Press oder auf spezialisierte Institutionen wie die Nonesuch Gallery in London
> Fridolin, FrankReich, Ekkehart:
Ich erweitere meinen Text, Antworten also siehe dort.
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