gereimte NACHT & NÄCHTE oft bunter als wer dächte... (1)

Sonett zum Thema Nacht

von  harzgebirgler


wie der tag am FRÜHLINGSANFANG 2015 zum glück nur kurz zur nacht wurde


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verfinstert wird die sonne vom trabanten
der erde heut’ will sagen durch den mond
darauf warten mit blicken echt gespannten
viel menschen längst weil sich der anblick lohnt

der mond ist vor die sonne sich am schieben
was voll ihr licht zumindest kurz blockiert
er macht das keineswegs auch nach belieben
sonst wären wir bestimmt oft angeschmiert

des trios stellung muß ganz einfach stimmen
was mit an seinen umlaufbahnen liegt
erst dann kann vater mond das klärchen dimmen

daß mutter erde fast die krise kriegt
vorüber geht zum glück schnell das geschehen
und schön kann man jetzt frühlings anfang sehen!...


https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis_vom_20._März_2015


3/2015


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die nacht ist über uns hereingebrochen
am hellerlichten tag seit langem schon
das licht der wahrheit hat sich längst verkrochen
wir leben in der irrsten illusion

von weltbeherrschung durch das zähl’n von zahlen
uns selber opfern wir auf ihr’m altar
es nutzt nichts im berechnen sich zu aalen
denn das was zählt ist lange noch nicht wahr

der „rechner“ herrschaft läßt sich ja erahnen
am worldwideweb am netz und am pc
verläuft rein in binärzählenden bahnen

dagegen ist von gestern quasi schnee
besinnung auf den ursprung aller dinge
damit dem mensch der sein’ge nicht entginge...


*


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in einer sommervollmondnacht
macht - wer hätte das gedacht?! -
kindertrio froh und munter
- vater mond staunt bei herunter -

einen ausflug auf der schnecke
ohne bett und ohne decke
und kein kindchen denkt an schlaf
weil der sandmann keines traf...

der mann im mond dagegen macht
frau luna grad den hof
in dieser tollen vollmondnacht
und findet schnecken doof

auch kinder sind ihm piepegal
an nachwuchs liegt ihm nichts
der mond jedoch staunt allemal
des bildes angesichts...


*


neigt sich der tag ist das auch ein verneigen
vorm nah’n der nacht die sterne näher bringt
weil sie sich schimmernd nun am himmel zeigen
was ja bei tageslicht nur schwer gelingt

im dunkeln sind sie leichter zu erblicken
das licht des mondes mildert ihren glanz
und während menschen sich durch schlaf erquicken
sind nachtaktive tiere voll und ganz

in ihrem element zum beispiel dachse
die meistens nachts auf futtersuche geh’n -
viel diebe sind dann gleichfalls gern auf achse

um überall im land ein ding zu dreh’n
derweil dreht um die sonne sich die erde
damit es alsbald taghell wieder werde...


*