An die Jünger Satans
Brief
von hehnerdreck
Anmerkung von hehnerdreck:
* = oder 'geliebt'
Kommentare zu diesem Text
Hochmut ists, wodurch die Engel fielen,
Woran der Höllengeist den Menschen faßt.
Woran der Höllengeist den Menschen faßt.
Daher, anprangern, ist der gleiche Hochmut.
Nicht?
Ich danke Dir von ganzem Herzen für Deine bemerkenswerte Bescheidenheit und Demut, die es Dir ermöglichen, mir mit so erhabenem Eifer den hochmütigen Kopf zu waschen. Es ist wahrlich eine Unverschämtheit, andere zur Liebe zu bewegen, anstatt dem verführerischen Drang nachzugeben, gefürchtet und bewundert zu werden. Das ist Hochmut in seiner reinsten Form, nicht wahr?
Es schickt sich nicht, eine Frage mit einer Unterstellung und einer Gegenfrage zu beantworten. Auch hier gibt es keinerlei Hinweise meinerseits einer Wertung deiner Wertung, sondern es war als Frage formuliert und sollte auch eine sein.
Wie wäre es, ein Sachbuch zu verfassen, das aufzeigt, wie man durch gezielte Selbstdisziplin zu einem einfachen und bescheidenen Menschen werden kann, ohne dabei überheblich zu erscheinen?
Das will kein Mensch werden. Stell dir vor, es wandeln nur Engel durch die Gegend - wie öd wär unsere Welt, da hätt ma ja nichts zum Aufpudeln, n'est pas?
Du hast also nix gegen a kleins bisserl sich gegenseitig ärgern?
Na klar, sofern es nicht in Dauerdichtung beim Gegenüber verfällt. Da werde ich zum Teufel.
Ha ha ... [lach] jetzt woas i nimma was i drauf sogn wui. Da Deifi woas scho wira uns neilegt und uns vom gegenseitigen gernham abhoit ... aba da Mensch is a ned bled und macht aus am gegenseitigen Dablecka am End no a Tugend.
Der Fehler liegt daran, Gott zu widerstreben, sein Werk zu zerstören, weil die Konsequenzen unbegreiflich waren. Er selbst ist nicht ganz deutlich, ob eventuell Schranken hätten eingesetzt werden müssen.
Ungewöhnlich, so etwas von Dir zu lesen. Danke, es liest sich für mich irgendwie weise, mit nicht geringem Hintergrund an tiefem Wissen.
Du kannst dir das noch Mal auf meinem Profil Werke, Gott vs. Teufel ankucken und ( Textserien, andere Welten)
lg Teichi
lg Teichi
Sind Narzissten Satanisten? Sollte die Psychotherapeutische Praxis sich der Religion öffnen und vom „satanistischen Missbrauch“ sprechen?
Man kann dies durchaus auch metaphorisch interpretieren, wie ich finde. Wenn man davon ausgeht, dass er der Herr der Welt ist, wie es in der Heiligen Schrift steht, dann erscheint der (wahre) Christ als ein Fremdkörper auf dieser Welt.
Bravo. Ein Aufbäumen. Ein Kontrapunkt. Wenn die stillen genügsamen und demütigen Jünger Gottes etwas mehr Aufsehen machen würden, würden sie der Einfachheit, mit der die Seelen scheinbar geerntet werden und wichtigtuerisch wiederkommen, etwas entgegensetzen. Etwas außer weinerliche Anklage. Dein Apell ist eine Gratwanderung, aber gelungen wie ich finde. Danle.
Das ist in der Tat eine sehr reizvolle und für mich hochinteressante Kombination: ein sehr intelligenter Mann, der offenbar mit spielerischer Leichtigkeit an Gedankenexperimenten arbeitet und sich vielleicht auch noch die Fähigkeit zur Liebe bewahrt hat - so zumindest meine Vermutung. Natürlich kenne ich Dich nicht im Detail, aber es ist viel angenehmer, solche Vermutungen anzustellen, als sich von eigenen Vorurteilen leiten zu lassen und aus Angst vor Enttäuschung und Verletzung in düsteren Gedanken zu verharren. Ich bedanke mich herzlich für das Lob; ich dachte vorher, ich hätte etwas sehr Einfaches formuliert, leicht zu erkennen, wenn man es auf das Wesentliche reduziert - ich sehe jetzt auch die Gratwanderung durch Deinen Kommentar.
Die Leichtigkeit kommt rüber und ist gekonnt, gelungen.
Du hast einen Draht zum Thema. Du hast etwas gehaltvolles dazu zu sagen.
Man kennt die Kunst, die so leicht daherkommt, obwohl es ein Schwergewicht ist. Ich empfinde es so bei dem Brief.
Man hat bei dem Thema mit soviel Sachen zu kämpfen (ist es abgedrochsen, hochmütig, predigend, anklagend etc.), in diesem Wellengang bewegen sich deine Worte, ja, ich wiederhole: leicht, gekonnt, gelungen. Und mutig!
Ich persönlich fühle mich auch angesprochen, das ist nun mal so, und es wirkt langsam und zahm wie ein mildes Gift, neben dem Lob dafür, ich weiß nicht was es mit mir macht.
Vielleicht sind es demütige Grüße
Du hast einen Draht zum Thema. Du hast etwas gehaltvolles dazu zu sagen.
Man kennt die Kunst, die so leicht daherkommt, obwohl es ein Schwergewicht ist. Ich empfinde es so bei dem Brief.
Man hat bei dem Thema mit soviel Sachen zu kämpfen (ist es abgedrochsen, hochmütig, predigend, anklagend etc.), in diesem Wellengang bewegen sich deine Worte, ja, ich wiederhole: leicht, gekonnt, gelungen. Und mutig!
Ich persönlich fühle mich auch angesprochen, das ist nun mal so, und es wirkt langsam und zahm wie ein mildes Gift, neben dem Lob dafür, ich weiß nicht was es mit mir macht.

Hui, jetzt werst aba fast scho euphorisch ... is aber ned schlimm. Dankschön ... jetzt auch für den 'Klick' rechts oben. Hast du schon mal sowas wie Actionpainting probiert? Da kann man viel aus sich herausholen und sich auch vom Zufall beschenken lassen - ist für mich jedenfalls wie ein Jungbrunnen ... auch für den Geist und natürlich auch für die Seele. Oder mit Freunden ins Kunstmuseum gehen und solche Bilder wie die von Neo Rauch anschauen, und dann (das ist für mich immer das Schönste) tauschen wir unsere Eindrücke über das Gesehene aus - da kommen viele unterschiedliche Eindrücke zusammen und man lernt sich auch dadurch näher kennen. LG
dass es viel befriedigender ist,
gemocht* als bewundert
oder gefürchtet zu werden.
gemocht* als bewundert
oder gefürchtet zu werden.
LG Irene

Ich stimme Dir in allem zu, Irene. Ich gehe davon aus, dass der Mensch in seiner Kindheit nicht den Wunsch hegte, sich wichtig oder bedeutsam zu fühlen, sondern das Bedürfnis hatte, gemocht und geliebt zu werden. Im Laufe der Zeit und oft aus Mangel an Zuneigung entschied er sich, sein Bedürfnis nach Anerkennung durch sozialen Status, Bewunderung, sportliche Erfolge, Geld und Macht zu kompensieren. Bei meinen Beobachtungen im Zusammenhang mit KV hatte ich den Eindruck, dass viele Menschen versuchen, ihr Bedürfnis nach freundschaftlicher Zuwendung durch das Streben nach persönlicher Bedeutung zu befriedigen. Das war der Kern meines Schreibens. Herzlichen Dank für Deinen Kommentar.
LG
LG
Jünger Satans, ist das nicht bisschen dick, hehner? 
Respektiert zu werden, ist schon viel. Mögen kann man nicht jeden. Muss man auch nicht...

Respektiert zu werden, ist schon viel. Mögen kann man nicht jeden. Muss man auch nicht...
Mehr als nur ein bisschen ... hoffe ich. Du kennst mich als leidenschaftlichen Übertreiber. Dieses feudale Image muss ich mir bewahren.
Aber es wäre auch eine Art inneres Himmelreich, wenn man alle Menschen lieben könnte - natürlich mit einer gewissen Distanz zu manchen unangenehmen Zeitgenossen.
Und ja, wenn alle respektvoll(er) miteinander umgingen, wäre das schon ein großer Schritt in eine bessere Welt.
Danke für Deinen Kommentar.
Aber es wäre auch eine Art inneres Himmelreich, wenn man alle Menschen lieben könnte - natürlich mit einer gewissen Distanz zu manchen unangenehmen Zeitgenossen.
Und ja, wenn alle respektvoll(er) miteinander umgingen, wäre das schon ein großer Schritt in eine bessere Welt.
Danke für Deinen Kommentar.