Was letztlich bleibt, ist Bitternis

Gedicht zum Thema Beziehung

von  Citronella

Was letztlich bleibt, ist Bitternis

mit einer Unzahl offner Fragen.

Ein schmerzlich tiefer, langer Riss,

entstanden schon in Schicksalstagen,

hält uns auf schmalem Grat zurück -

mehr Melodram als Possenstück.


Das wacklige Gerüst zerbricht,

es konnte Leidende nie stützen.

Oft merkt man erst nach zweiter Sicht:

Viel Sturheit wird hier gar nichts nützen.

Wer abgewandt vom Leben steht,

verpasst, wenn still ein Tor aufgeht.


Der quälende verdammte Riss,

von beiden wohl vorhergesehen,

verhindert jeden Kompromiss

und lässt uns eigne Wege gehen.

Im Glashaus kann es einsam sein -

bisher warf niemand einen Stein.




Anmerkung von Citronella:

2017/2022

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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (28.11.25, 18:07)
Hallo Citronella,

eine unliebsame Erfahrung, untadelig gestaltet.

LG
Ekki

 Citronella meinte dazu am 28.11.25 um 18:18:
Danke, Ekki.
Ja, das hat damals wehgetan. Es ging um das Ende einer jahrzehntelangen Freundschaft, noch aus Kindertagen. Aber auch solche Freundschaften können enden, wenn zwei Menschen sich irgendwann zu sehr auseinanderentwickelt haben. Bitter.

LG Citronella
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