Idyll und Chimäre

Beschreibung zum Thema Andere Welten

von  AchterZwerg


Ich leb auf dem Land, doch mein Blick geht weit,
ich fahre nach Frankfurt, such Vielfarbigkeit.
Mal Dorf, mal Mainhattan – nicht immer nur Scheiß,
mal Rindvieh, mal Skyline – so fühl ich mich nice.

Ich chill auf der Bank, und der Himmel wird rot,

 Sirenen von ferne: Die Großstadt in Not! 
Und hier ruft der Grillrost und dort mehr das Licht,
zwei Welten, ein Leben – verliere mich nicht!

Häng ab mit den Jungs, und wir träumen vom Sound,
den Beats im Beton bis zum Feldweg-Ground.
Mal Nebel vom Main, mal Stallgeruch pur,
dieser Mix ist mein Leben, die Apparatur.

Ich bleib auf dem Land, doch mein Herz schlägt wild
und seh schon die Skyline, mein Stimmungsbild!
Zwei Welten im Takt – das ist mein Bereich,
mal Dörfchen, mal Stadt – ach, ich mag sie echt gleich!




Anmerkung von AchterZwerg:

Von damals, als der Zwerg noch kleiner war ...  ;)

Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren

Kommentare zu diesem Text


 Janna (09.11.25, 09:05)
Schöner Rhythmus, hebt den Inhalt gut hervor. Gefällt mir sehr!

LG

Janna

 AchterZwerg meinte dazu am 10.11.25 um 13:38:
Danke schön.
Der8e wird so noch zum Extrem-Rapper! :D

 Regina (09.11.25, 09:28)
Sich nicht eindeutig entscheiden können, ist hier das Thema. Die Vor- und Nachteile gibt es tatsächlich.

 AchterZwerg antwortete darauf am 10.11.25 um 13:40:
Stimmt - wem sagst du das.
Ich bin ja ehemalige Westberlinerin und lebe jetzt seit vielen, vielen Jahren in der Pampa.
Frankfurt liegt aber nur ein paar km entfernt.  ;)

 Saira (09.11.25, 12:09)
Liebe Heidrun,

ich mag, wie ruhig du diese Gegensätze nebeneinanderstellst, ohne sie aufzulösen: das Ländliche mit seinen stillen Ritualen und das Pulsierende, das von Ferne ruft.
„Zwei Welten im Takt“
... das ist nicht nur schön gesagt, es beschreibt eine Haltung, die man erst lernen muss: nicht wählen, sondern beides aushalten und lieben.

Ein feines, aufrichtiges Stück Selbstbeschreibung.

Herzlichst
Sigi

 AchterZwerg schrieb daraufhin am 10.11.25 um 13:47:
Genau, liebe Sigi.

In dieser Hinsicht lebe ich komplett mit mir im Einklang.
Aus dem Haus tretend, beginnt sofort meine Laufstrecke, und wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich nur Bäume. -
Frankfurt ist nicht weit und die Bespaßung auch nicht.

Zufriedene Grüße
Heidrun

 plotzn (09.11.25, 15:12)
Servus Heidrun,

ländliche Ruhe (akustisch wie seelisch) und Frischluft oder pulsierendes Großstadtleben, beides hat sein Vor- und Nachteile. Ein Kompromiss ist, in erreichbarer Nähe einer größeren Stadt zu leben, dann kann man beides verbinden.

Klasse Gedicht über eine Wanderin zwischen zwei Welten!

Liebe Grüße
Stefan

 AchterZwerg äußerte darauf am 10.11.25 um 13:43:
Genauso mach ich's; siehe Kommentar an Regina. 

Und du? Bist du nicht auch Hesse, wie Teo ständig betont?  8-)

 plotzn ergänzte dazu am 12.11.25 um 11:08:
Oigeplackt wie der Hesse sagt.

Von Hattersheim aus sind Frankfurt, Mainz und Wiesbaden mit Rad oder S-Bahn gut erreichbar, aber von einem ländlichen Idyll kann man wegen Autobahn, Chemiewerk und Flugzeugen in der Umgebung nicht gerade sprechen...  :(

 DanceWith1Life (09.11.25, 15:37)
Oh diese Feuer der Jugend
vereinend Kluft und Gegensatz
das Beste beider Welten
war ein wahrer Schatz

 AchterZwerg meinte dazu am 10.11.25 um 13:44:
Na ja,

das "Feuer der Jugend" brennt in meinem Fall nur noch sporadisch.- Dann aber schnell her mit den Löschfahrzeugen ...

 DanceWith1Life meinte dazu am 10.11.25 um 14:39:
Interessante Antwort, also das  Vergessen halte ich für das kleinste Problem

 AchterZwerg meinte dazu am 19.11.25 um 07:29:
Bin mehr in anderer Hinsicht vergesslich.  8-)

 diestelzie (09.11.25, 16:39)
Scheint eine aufregende Zeit gewesen zu sein, damals...

Neidvolle Grüße
Kerstin (die Große)

 AchterZwerg meinte dazu am 10.11.25 um 13:48:
Ach ja.  :)
Und gerade die güldenen 70er!

 GastIltis (09.11.25, 20:57)
Hallo Achter,
kennst du das Land, die Stadt und auch die Pflanzen,
den Fluss, die Brücken und die Pomeranzen?
Ein seichter Hauch von den Masuren weht,
Malwina still über die Dünen geht?


Kennst du es nicht?


Gut, dafür kenne ich dein Frankfurt kaum, einmal bin ich dort gewesen. Als meine Frau in Bad Homburg zur Kur war, habe ich mir gute acht Urlaubs-Besuchstage erlaubt, um wenigstens einen kleinen Teil von Hessen kennen zu lernen. Das Freilichtmuseum Hessenpark habe ich mir angesehen, das Kastell Saalburg, auf dem Römer war ich auch und sogar Oberursel habe ich einen Besuch abgestattet.
Imponiert hat mir im Hessenpark, dass am gesprächigsten die Leute waren, die gar keine Hessen waren, ein Färber aus Potsdam, ein Landwirt aus dem Cottbuser Raum und noch einige aus dem Osten. Vielleicht war ich zu neugierig? Wer weiß.


Apropos Frankfurt an der Oder: dort hat unser Erdbau-Betrieb die Arbeiten für ein Anschlussgleis zur Oderlandbrauerei gebaut. War sehr interessant. Habe dort die Schöne Helene kennen gelernt.


Herzlich Gil.

 AchterZwerg meinte dazu am 10.11.25 um 13:53:
Ja, ja, Gil,

der "Hesse an sich" ist nicht einfach zu nehmen.
Anfangs hab ich öfter mal in mein Kissen geheult.

Inzwischen geht's so, wenn der sich nur nicht laufend diesen grässlichen Apfelwein einpfeifen würde. Und kulinarisch ... na ja.  :O

Trotzdem: Durchhaltende Grüße
der Zwerch

 Moppel (14.11.25, 20:50)
es dürfen auch zwei Herzen in Menschens Brust schlagen... ;), warum auch nicht. Jedes hat seinen Reiz und seinen Makel... lG von M.

 AchterZwerg meinte dazu am 15.11.25 um 12:48:
Das ist leider wahr.
Obwohl das Zwergenreich gemeinhin als vollkommen gilt ...  8-)

 AnneSeltmann (18.11.25, 08:45)
Haha, ich sehe das Gedicht und denke nur: "Vielfarbigkeit in Frankfurt? Mal Nebel vom Main, mal Stallgeruch pur?" Klar, klingt romantisch auf dem Papier, aber in der Realität? Ich sag’s euch: Sirenen überall, Beton so weit das Auge reicht, Menschen, die schneller rennen als du denken kannst – und plötzlich vermisst du den Feldweg mehr als jede Skyline. Während du hier entspannt zwischen Land und Stadt pendelst, fühle ich mich in der Stadt wie ein Zombie im Dauerstau. Land ist mein Lieblingsbeat, Beton mein Alptraum-Remix. Aber hey, wenigstens kann man vom Feld aus in Gedanken immer noch die Skyline sehen – ohne dass sie einen anschreit!

:D ;)

 AchterZwerg meinte dazu am 19.11.25 um 07:38:
Das kann ich zwar vertehen, Anne, ticke selbst aber anders.
Frankfurt ist mein Glück und meine Freude. Denn es gibt ja Bockenheim, die Stätte der alten Universität, des Mega-Bücherstandes (den ich stets weiträumig zu umgehen suche: Es gelingt mir aber fast nie!) und der Leipziger Straße.
Ach, wie oft habe ich hier schon studiert und tue es gerade wieder! 
Denn jenseits aller ländlichen organsisierten Busfahrten für plapperfreudige Senioren wird hier die Möglichkeit geboten, das Hirn auf Trab zu halten - sozusagen auf höchstem Niveau!
Ich liebe es!  <3 <3 <3

 Hannes (18.11.25, 20:58)
Halblaut gelesen
und plötzlich ging ich im Takt mit.
Der
rechte Fuß vom 
Hannes

 AchterZwerg meinte dazu am 19.11.25 um 07:40:
Das zeugt von deutlich erkennbarer Musikalität, Hannes!
Außer Richard Wagner gibt's halt noch den Zwergen-Rap ... 8-)

 harzgebirgler (19.12.25, 14:15)
🙂🙂

...zumindest gefällt mir
goldmarks erste sinfonie 'ländliche hochzeit' 

ebenso wie
gershwins rhapsodie 'ein amerikaner in paris'.

 AchterZwerg meinte dazu am 19.12.25 um 18:05:
Die sind ja auch so übel nicht.  :) <3 :)

 harzgebirgler meinte dazu am 21.01.26 um 09:58:
:) :) :D :D
Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren
Zur Zeit online: