Kulturen

Gedicht zum Thema Freundschaft

von  Teo

Ich wandere, welch tiefe Lust!

Durch diesen Ückendorfer Wald

Acht Bäume sind’s, zwei hat man just

Gefällt, sowie die andren bald


Für eine schicke Wohnoase

Die Wohnkomplexe, schwach erhellt

Symbiosen einer Daseinsphase

Und mittendrin frohlockt die Welt 

 

Die Häuser hoch, ich rieche Gülle

Die Hofbereiche, zugemüllt

Welch pittoreske Wohnidylle!

Hier wird manch‘ Lebenswunsch erfüllt


Ich ducke mich und schau verdutzt

Ein Müllsack fliegt, nimmt mich ins Ziel

Und dann zwei Windeln, gut benutzt

Wohl eine Art Willkommensspiel

 

Es folgt der erste Sichtkontakt

Zwei Männer sind’s, vielleicht auch mehr

Bei Fremden wird gern zugepackt

So lieg ich schnell auf dunklem Teer


Drei Frauen schnattern, bunt geschmückt

Hier pflegen sie Kultur und Brauch

Mein Unterarm scheint eingeknickt

Das Handy weg und Bares auch

 

Wie liebe ich mein Vaterland!

Wo Fremde auch als Freunde zählen

Vier Wochen noch im Streckverband

Ob Gips, ob Stahl, ich konnte wählen

 



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Kommentare zu diesem Text


 niemand (06.01.26, 15:09)
@ Teo
Gefällt mir, Deine Kritik. Sie ist nicht so weichgespüllt, wie man sie durch die Medien gewohnt ist. Herrlich finde ich diese Ironie, welche sich durch dieses Gedicht schlängelt. Das tut mal richtig gut! LG Irene

Kommentar geändert am 06.01.2026 um 15:10 Uhr

 Teo meinte dazu am 06.01.26 um 15:21:
Grüß dich Irene,
erst einmal dir und deiner Familie ein frohes neues Jahr.
Tja....was soll ich antworten, es gibt wirklich den Stadtteil Ückendorf in Gelsenkirchen.
Durch bestimmte Straßen fährt kein Streifenwagen mehr alleine. Bürger werden angepöbelt, bedroht und müssen teilweise um ihr Leben fürchten. Mittlerweile berichtet sogar die WAZ, eher linkslastig, offen und ungeschminkt über diese Vorkommnisse.
Aber Irene...du wirst es wissen, im Dortmunder Norden sieht es leider nicht anders aus.
Dir Dank und eine schöne Woche
Teo

 Citronella (06.01.26, 15:12)
Moin Teo,

ich kenne solche Zustände glücklicherweise nur aus dem Internet, es gibt sie. Aber niemand soll sagen, dass wir Fremde nicht freundlich aufnehmen – auch in Berlin wurde nach dem linken Terroranschlag auf die Stromversorgung ein Asylantenheim sofort, noch am Samstag, evakuiert, während Oma Else sich heute noch die Füße im Gasbackofen wärmt und bei Kerzenlicht Kreuzworträtsel löst.

LG Citronella

 niemand antwortete darauf am 06.01.26 um 15:17:
@ Citronella
Das habe ich auch gehört. Vor allem dieses Herunterspielen der Verursacher des Anschlags fand ich zum Kotzen. Links darf eben alles auch solch eine Schweinerei begehen, wärend man von der rechten/konservativen Seite schon beim kleinsten Huster die schlimmsten Verbrechen befürchtet. Immerhin leben wir im besten
aller Deutschländer   :woot:   da wird man es doch schaffen Linksfaschisten mit Samthandschuhen zu begegnen. Man gönnt
sich ja sonst nichts. Mit ironischen Grüßen, Irene

Antwort geändert am 06.01.2026 um 15:18 Uhr

 Teo schrieb daraufhin am 06.01.26 um 15:28:
Hi Citro,
Irene hat es vorweggenommen...diese linksverdrehten Horden sind hochkriminell. Schon eigenartig...ich dachte stets, die Linken sind die Arbeiterpartei, die Partei der Bedürftigen, die Partei gegen das Großkapital. Und jetzt sorgen diese Subjekte dafür, dass ihre Zielgruppen in der Kälte sitzen, vereinsamen und Not leiden.
Aber der Hauptfeind kommt von Rechts, wie ich grad noch lesen musste...
Dank und Gruß
Teo

Antwort geändert am 06.01.2026 um 22:38 Uhr

 Citronella äußerte darauf am 06.01.26 um 15:56:
der Hauptfeind kommt von Rechts
Ja, Teo, da sagste was ...

Deswegen werden Prinz Reuss und seine Reichsbürger-Gang seit mehr als drei Jahren in Untersuchungshaft gehalten, unter teilweise extremen Bedingungen. Was hatten sie u. a. geplant: einen Angriff auf die Energieversorgung …

LG aus dem verschneiten SH

Citronella

 Citronella ergänzte dazu am 06.01.26 um 15:58:
@ Irene:

Ein Spruch, der derzeit oft im Internet wiederholt wird:

Wer als 20-Jähriger kein Linker ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Linker ist, hat keinen Verstand.

LG Citronella

 plotzn (07.01.26, 08:59)
Servus Teo,

was hast Du erwartet, wenn Du nach Gelsenkirchen kommst? Vermutlich warst Du auch noch schwarzgelb gekleidet...
Als wir vor vielen Jahren von Dortmund aus eine Wohnung in Südhessen gesucht haben, war eine der ersten Adressen in Dietzenbach der damalige Starkenburgring (inzwischen wegen seines Rufs in "Spessartviertel" umgetauft, als ob das was ändern oder nutzen würde...). Da flog auch einiges von den Balkonen und wir wussten gleich, warum die Wohnung so günstig war...

Liebe Grüße
Stefan

 Teo meinte dazu am 07.01.26 um 09:05:
Lieber Stefan,
Ich muss dich getz wat verraten.
Die vier, die mich verhauen haben, waren verkleidete und auf dunkel geschminkte AfDler.
Aber...bitte bitte....behalte dat für dich. Ich will hier keinen Ärger.
Und wenn du mal in schwarz gelb in Herne spazieren gehs,  achte auf die auf Schalkefans geschminkten Herner.
Blau weiße Grüße
Teo

 Alabanda (07.01.26, 09:09)
Watt mutt datt mutt, wech mit der Restnatur. 
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, wird der Mensch merken, dass er"...  seinesgleichen nicht essen kann...  oder doch?

Kommentar geändert am 07.01.2026 um 09:27 Uhr
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