Nachtwelten

Gedicht zum Thema Nacht

von  Teo

Wenn sich von fremder Macht bestellt

Umgebungen, vertraute Welt

Mit tiefer Dunkelheit verbinden

Erobert sich die Fantasie

Vernunft und übernimmt Regie

Bis Ängste Adressaten finden

 

Und wo sonst Licht mit hellem Schein

Der Ursprung ist für unser Sein

Verbünden sich des Nachts Gedanken

Verfinstert und zutiefst morbid

Wie es in manchem Traum geschieht

Den schwarze Schleier dicht umranken

 

Was macht es aus, was ist der Grund

Und wie umschreibt sich der Befund

Erklärt der Dunkelheiten Mächte

Wie kann es sein, dass Angst regiert

Die sich bei Lichteinfall verliert

Wie Delinquenten Freiheitsrechte?

 

Mit seinem ersten Atemstoß

Reißt sich der Morgen kraftvoll los

Die Nacht, der Vorherrschaft entbunden

Dankt ab mit diesem neuen Tag

Der dann, gemäß dem Zeitvertrag

Regiert bis in die Abendstunden

 



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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (05.04.25, 22:32)
Hallo Teo,

als einfältiger Optimist sage ich dir, dass die Nachtwelten zwar Ängste dirigieren, aber nicht nur, sie produzieren auch schöne Träume und sieht man auf die Summe, überwiegen die heiteren Impressionen des Tages. Du selbst mit deinem Witz und Humor bist der beste Beweis dafür.

Heitere Grüße
Ekki

 Teo meinte dazu am 06.04.25 um 10:39:
Moin Ekki,
oh...wie schön formuliert. Danke.
Ich träume übrigens jede Nacht.
Über Einzelheiten tauschen wir uns aber besser privat aus.
Grüß in den Süden 
Teo

 Tula (05.04.25, 22:42)
Hallo Teo
Ich weiß zwar, dass das Gedicht nicht ganz neu ist. Aber im Kontext der jüngsten Ereignisse hier und anderswo lese ich es sehr aktuell und mit einem Anflug von Ironie. Oder anders: wer die Schuld nicht bei sich selbst sucht, wird bei dunklen Mächten schnell fündig  8-)

LG Tula

 Teo antwortete darauf am 06.04.25 um 10:43:
Moin Tula,
Richtig. Es ist von 20 oder 22. Kam glaube ich beim Sternenblick in die Anthologie.
Da war mir allerdings das Drama der jetzigen Weltpolitik noch nicht bewusst.
Dank und Gruß in das Land der Glückseligkeit.
Teo

 AchterZwerg (06.04.25, 06:58)
Lieber Teo,

ich finde es überaus schlimm, dass der Morgen immer noch keine Festanstellung hat und sich mit Zeitverträgen über Wasserwolken halten muss!
Warum geht der nicht mal zur Azur-Gewerkschaft?

fragt sich erbittert der8e

 Teo schrieb daraufhin am 06.04.25 um 10:46:
Moin Zwergenstern,
Ja ja.. da kommt wieder die Gewerkschaftlerin bei dir durch.
Noch dem Motto...nieder mit die Kapilisten, dat Volk gehört die Zechen.
Hab dich wohl, meine Lieblingsmieterin.

 harzgebirgler (06.04.25, 11:19)
:) :) das dunkel ist verwandt dem nichts
und des graut's uns angesichts.

 plotzn (06.04.25, 17:05)
Servus Teo,

befällt dich jede Nacht die Angst,
so dass du um dein Leben bangst,
ist's fast schon nicht mehr auszuhalten,
verzagst du in der Dunkelheit,
herrscht Ebbe bei der Tapferkeit,
wird's Zeit, das Flutlich anzuschalten.

Dank und Huldigungen für diesen Ratschlag aus Gründen der Diskretion bitte nicht öffentlich!
Stefan
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