PAZIFISCHE HERINGE – STANDORTTREU ODER WANDERFREUDIG
Clerihew zum Thema Meer
von harzgebirgler
Anmerkung von harzgebirgler:
Der Pazifische Hering (Clupea pallasii) ist eine bedeutende Fischart in der Beringsee und dem Golf von Alaska, wobei es deutliche Unterschiede in der Biologie und Fischerei zwischen den beiden Regionen gibt.
Hering in der Beringsee (Eastern Bering Sea)
- Bestand: Die Bestände in der östlichen Beringsee (insbesondere um Bristol Bay) sind sehr groß und langlebig.
- Migration: Die Heringe sind wanderfreudig und legen weite Strecken (teilweise über 1.000 km) zwischen ihren Überwinterungsgebieten im zentralen Meer und den Laichgebieten an der Küste zurück.
- Wachstum: Sie wachsen im Allgemeinen schneller als ihre Artgenossen im Golf von Alaska.
- Fischerei: Es gibt eine wichtige kommerzielle Fischerei, hauptsächlich für "Sac Roe" (Hering mit Rogen), die sich auf Frühjahrslaichansammlungen konzentriert.
Hering im Golf von Alaska (Gulf of Alaska - GOA)
- Bestand: Die Heringe im Golf von Alaska sind genetisch von denen in der Beringsee getrennt.
- Größe & Verhalten: Sie sind kleiner, wachsen langsamer und sind überwiegend nicht-migratorisch (standorttreu), d.h. sie bewegen sich weniger als 100 Meilen zwischen Laich- und Futterplätzen.
- Bestandssituation: In einigen Gebieten, wie dem Prince William Sound, sind die Bestände nach dem Einbruch 1993 (4 Jahre nach der Exxon-Valdez-Ölpest) kaum wiederhergestellt, zeigen aber seit 2019 Anzeichen für einen langsamen Anstieg.
Wichtige Aspekte für beide Regionen
- Ökologische Bedeutung: Heringe sind ein zentrales Bindeglied in der Nahrungskette und dienen als Futter für Lachse, Meeressäuger und Seevögel.
- Beifang: Der Hering ist ein sensibler Beifang in der großen Alaska-Seelachs-Fischerei. Es gibt spezielle Herings-Schutzgebiete und Maßnahmen, um den Beifang in den großen Schleppnetzen zu begrenzen.
- Management: Die Bestände werden vom Alaska Department of Fish and Game (ADF&G) verwaltet, wobei der Fokus auf langfristig nachhaltigen Erträgen liegt.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Beringsee beherbergt größere, migrierende Heringsschwärme, während der Golf von Alaska von kleineren, standorttreuen Heringspopulationen geprägt ist.