Es war leicht. Leicht, luftig und fluffig war es im Haus Helium. Atmen konnne man hier nicht, aber die Luft anhalten schon. Manche konnten das sehr lange aushalten, sie stellten sogar richtige Rekorde auf. Rekorde im Luftanhalten. Das Helium verlieh ihren Stimmen eine höhere und piepsigere Frequenz als normalerweise. Weibliche Fistelstimmen oder Mickeymaus like. Mit Helium gefüllte Luftballons schwebten überall an den Decken. Kinder hatten ihre helle Freude daran. Das Haus Helium war ein friedlicher Ort, so ganz ohne Mietwucher, kapitalistischen Anwandlungen und Allüren. Haus Helium eben, wie es leibt und lebt. Erstickungstode waren zwar an der Tagesordnung, aber die betroffenen Personen wurden sofort von einem Dienstleister abgeholt und abtransportiert. Es geschah vollkommen zwanglos und ganz ohne größeres Aufsehen zu erregen. Das Haus Helium stand inmitten einer größeren Parkanlage mitten in einer Hauptstadt. In dieser Stadt herrschten liberale und menschenfreundliche Umgangsformen und auch Tiere waren hier gern gesehen. Ganz besonders Zebras, Giraffen und Pandas. Das Haus Helium hatte noch einen eigens angegliederten Tierstall mit speziellen Sonderexponaten, welche eine große Zahl Schaulustiger anlockten. “Kommt her zu uns ins Haus Helium, ihr wisst schon warum!”, so hieß die altbekannte Devise.
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