Ein Männlein steht im Walde Ganz still und stumm, Es hat von lauter Purpur Ein Mäntlein um. Sagt, wer mag das Männlein sein, Das da steht im Wald’ allein Mit dem purpurrothen Mäntelein? Das Männlein steht im Walde Auf Einem Bein Und hat auf seinem Haupte Schwarz Käpplein klein. Sagt, wer mag das Männlein sein, Das da steht im Wald’ allein Mit dem kleinen Käppelein?
gesprochen:
Das Männlein dort auf Einem Bein, Mit seinem rothen Mäntelein Und seinem schwarzen Käppelein, Kann nur die Hagebutte sein.
Ein Männlein steht in Sachsen
Und schreit dumm rum,
Er hat aus lauter Ehrfurcht
Ein braunes Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da plärrt so rasserein
In dem braunen Mäntelein ?
Das Männlein steht im Saale
Auf seinem Schleim
Und hat in seinem Kopfe
Ein Hirn so klein.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht in seinem Schleim
Mit dem kranken Hirn so klein ?
gesprochen:
Das Männlein dort auf seinem Schleim
Mit seinem braunen Mäntelein
Und seinem kranken Hirn so klein,
Kann nur der............... sein.
Das Lied gehört zur Gruppe der Rätsellieder. Die korrekte, aber auch irreführende Lösung des Rätsels istHagebutte, wie Hoffmann von Fallersleben in einer 1860 ergänzten Strophe zu erkennen gibt, die nach Willen des Dichters nur gesprochen wird.
Doch enthält das Lied in einer neueren Fassung auch Hinweise, die den Fliegenpilz als (richtige) Lösung nahelegen.
Wir Zwerge besitzen ja auch eher ein kleines Kleinhirn, fühlen aber dennoch keinerlei Solidarität mit braunbemäntelten Volksverführern - Noch dazu wenn die so laut sind wie der ... (nein, ich sag's nicht!)