Rom

Gedicht zum Thema Andere Kulturen

von  AnneSeltmann

rom, vielleicht

beginnt es im hals—

dieses trockene gefühl

von stein, der sprechen will


zwischen zwei straßen

verliert sich ein name,

bleibt hängen

im eisen eines balkons


du hebst den kopf

und alles ist höhe:

fenster, die nichts verraten,

und himmel,

der sich nicht entscheiden kann


es riecht nach hitze

und nach etwas,

das einmal wasser war


auf den stufen

sitzen minuten,

eng nebeneinander,

als hätten sie angst

vor dem weitergehen


eine katze

blinzelt durch jahrhunderte,

ohne sich zu bewegen


und du—

nur für einen moment—

glaubst,

dass stille

hier nicht abwesenheit ist,

sondern eine form

von geduld




Anmerkung von AnneSeltmann:

Derzeit auf Reise in Rom

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Kommentare zu diesem Text


 franky (24.03.26, 08:58)
hi liebe Anne, 

"auf den stufen
sitzen minuten,
eng nebeneinander,
als hätten sie angst
vor dem weitergehen" 


Phantastische Gedanken, sie berühren mich;  

Grüße von Franky 24.03.2026
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