STERNENSCHALE

Sonett

von  ginTon

Worte zur Kunst: Muromachi-Periode
STERNENSCHALE (Blankosonett)

im Yoyen glänzt die Gute-Nacht-Geschichte
millionen Lichter auf dem Weg zu dir
durch dieses Tor, durch deinen Garten streifend
der hinterm Alltag für Erfüllung steht

wie Klang der Schale in des Wassers Mitte
das seine Tiefe aus dem Dunkeln schöpft
hier war ein Haus, ein Herd und tausend Pfeile
die man gelassen in den Himmel schoss

du gehst die taubedeckten Pfade weiter
bis zu dem Ton, der laut aufs Wasser schlägt
und spiegelst dich im IKIGAI der Sinne

jetzt scheint die Schale nahezu perfekt
den kleinen Dingen etwas Raum zu geben
bis dir die Glücksspur vor die Füße fällt…



Anmerkung von ginTon:

*Text zum Bild:  STERNENSCHALE Nara National Museum, Nara

Anmerkung: Das vorliegende Gedicht beschreibt das Wesen der japanischen Teezeremonie,  siehe:  hier und  hier und nutzt für dieses Zeremoniell eine sogenannte »Sternenschale«, eines der wertvollsten Kulturgüter des Landes, siehe:  hier.

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