Nicht meinetwillen mache ich mir Sorgen

Gedicht

von  miljan

Ich hab zwei tolle Kinder, die ich liebe,
in deren wichtige, doch kleine Welt
der Schrecken bislang wenig Einzug hält.
Ich gäbe viel, damit es dabei bliebe.

Doch gibt es ihn ja ungeachtet dessen,
auch meine Kinder werden schließlich groß
und hielte ich sie, rissen sie sich los.
Sie können sich nur selbst am Leben messen.

Mal ist es fast, als könne ich zerbersten
vor Zärtlichkeit, jedoch vielleicht am schwersten
am Elternsein ist dies: für alle Zeiten

in Sorge sein um sein geliebtes Kind
und wissen, wie begrenzt die Möglichkeiten,
um Unglück von ihm abzuwenden, sind.


Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Teo (22.04.26, 05:41)
Berührt mich sehr, dein Gedicht.
LG
Teo

 miljan meinte dazu am 25.05.26 um 06:12:
Das freut mich!

 Saira (22.04.26, 11:37)
Hallo Miljan,

wie gut ich dich verstehe. Man schaut auf die Welt, auf das, was geschieht, und denkt unweigerlich weiter: Was wird auf sie zukommen? In was wachsen sie da hinein?

Deine Zeilen treffen genau diesen Punkt zwischen Nähe und Ohnmacht. Diese übergroße Zärtlichkeit und gleichzeitig das Wissen, dass man nichts wirklich fernhalten kann. Dass die Kinder ihren eigenen Weg gehen müssen, auch durch eine Welt, die nicht unbedingt sanfter geworden ist.


Sie können sich nur selbst am Leben messen.
Das ist ein Satz, der nachhallt. Weil er so wahr ist und so schwer auszuhalten.

Herzliche Grüße
Saira

 miljan antwortete darauf am 25.05.26 um 06:12:
Vielen Dank, Saira, für deine ausführliche Rückmeldung! Ich freue mich, dass dir das Gedicht gefällt.
Zur Zeit online: