Ertränke den Tag
In säuselndem Blätterteig
Nicht zweifle noch frag
Halt einfach den Rand
Wie belegter Pizzateig
Stadt, fand Fluss am überkochen
Ohne Hitze nur vom Regen
Hart aber fair sind alle Wetter
Doch bei Auswahl kriegts der Vetter
Der am Schreibtisch sitzt und lacht
Bausubstanz war auch schon fetter
Halte Dichtkunst auch den Becher
Halt sie fest und auch die Zecher
Ein Prosit auf den Zahnbelag
Bedenke den Tag
Was nützt dir sinnloser Ertrag
Wenn jedes Brot im Ofen verbrennt
Stadt, Land, Fluß
als wär‘s ein Spiel
Und nirgendwo der Stapel Freiheit
Noch braucht man Soldaten
für den Krieg und die Raten
Verschenke den Tag
an die Armut, an die freie Entscheidung
Das Märchen ist nicht erst seit gestern
die Bühne das Leben
In einem Flügelschlag
deiner Lider am Morgen
Kein Wort wäre flügge genug
den Moment zu beschreiben
Ertränke den Tag
deiner Unmut mit wehend dem Gewand
das durch die Wand ging und verschwand
Senke den Tag
Das Schwert und die Zinsen
Verschwende den Tag
an den Bruttoertrag