HOMO VITRUVIANUS

Sonett

von  ginTon

Worte zur Kunst: Renaissance
HOMO VITRUVIANUS
(dt. der vitruvianische Mensch, Blankosonett)

in Zahlen ausgedrückt wirbt jeder Körper
mit der ÄSTHETIK wunderschön zu sein
so formbewusst und ideal wie alles
das sich in puncto Dinglichkeit bewegt

es könnte selbst das Kleinste selbst gefallen
wenn es für einen kurzen Augenblick
die Reaktion und das Gefühl begleitet
sich hinzuwenden, um es nah zu sehen

form follows function könnte man behaupten
was deiner Reaktion im Kern betrifft
ist diesen Schlüsselreiz kurz einzurahmen

mate choice gleich Präferenz zur guten Form
die dergestalt in unser Leben tauchte
dass du dich selbst vergisst, wenn’s auf dich wirkt…



Anmerkung von ginTon:

*Text zum Bild: Leonardo da Vinci HOMO VITRUVIANUS Galleria dell’ Accademia, Venedig

Anmerkung: Primär die letzte Zeile ist in Anlehnung an den Aphorismus «Ästhetische Formen existieren für mich nicht. Was auf mich wirkt, wirkt.» von Theodor Fontane verfasst worden. Des Weiteren orientiert sich das vorliegende Gedicht, wie die titelgebende Skizze HOMO VITRUVIANUS von Leonardo da Vinci, an den wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Ästhetik, siehe:  hier, d.h. der erlebnisbezogenen Sinnesempfindung. Wer sich hingegen für den vitruvianischen Menschen und da Vinci selbst interessiert, siehe:  hier und  hier. PS: interessant auch dieses Werk in diesem Zusammenhang,  hier, welches übrigens als PDF im Internet frei zur Verfügung steht, dies nur am Rande.

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