Ich liege mit geschlossenen Augen auf dem goldenen Sand am Strand. Vor mir liegt der Ozean. Ich höre das Meeresrauschen und ein paar Möwen. Die Luft streicht sanft über mein Gesicht. Hinter mir befindet sich die Villa, die mir ein Freund geschenkt hat. Meine Gattin bereitet das Essen zu: Lammfilets, die drei Tage in Buttermilch, Rosmarin und Lemonen eingelegt waren, und dazu Kroketten.
Mir läuft beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammen. Neben mir höre ich das Schnurren von Luxi, der Luchskatze, die wir als kleines Kätzchen im Wald verletzt gefunden und gesund gepflegt haben. Heute ist sie sechs Jahre alt und immer noch genauso verschmust wie damals. Luxi ist eine leidenschaftliche Schmuserin.
Doch jetzt akzeptiert sie meine Absicht, mich ganz zu entspannen und meine Aufmerksamkeit allein dem Rauschen des Ozeans zu widmen. Luxi spürt immer genau heraus, was ihr Menschenfreund möchte, und richtet sich danach. Vielleicht, weil wir sie füttern.
Während ich mich auf das Meeresrauschen konzentriere, tauchen plötzlich innere Bilder auf. Sie sind von atemberaubender Schönheit und Grandiosität, wie ich sie zuvor noch nie gesehen hatte. Dabei schwebe ich durch eine prachtvolle Landschaft, die aus einer üppigen Vegetation besteht, wie man sie sonst von Hawaii kennt, sowie auch schneebedeckte Berge, die hoch in den Himmel ragen, wie man sie sonst vom Himalaya kennt.
Und während ich das erhebende Gefühl beim Anblick dieser inneren Bilder genieße, taucht eine Erinnerung auf, die mir großes Wohlbehagen bereitet. Es war die Erinnerung an den gestrigen Nachmittag, als der Rest der Schiffscrew und ich ein Nachmittagsschläfchen auf der dreißig Meter langen Segeljacht abhielten.
Ich lag mit dem Rücken auf Deck und genoss das angenehme Geräusch des plätschernden Wassers, aber auch die tiefe Stille der relativ glatten Meeresoberfläche. Durch diese Stille fiel ich in einen sehr tiefen Schlaf, aus dem ich am liebsten nie wieder erwachen wollte, weil es sich schon beim Einschlafen so unendlich wohl anfühlte, so viel inneren und äußeren Frieden gleichzeitig zu empfinden.