Die Schwalben

Gedicht

von  BerndtB

Endlich sind die Schwalben hier.

Seit November warten wir

auf das Zwitschern in der Höh'.

Schön, dass ich sie wieder seh'.


In des Jahres langem Lauf

fressen sie die Mücken auf.

Schlafen nachts in ihrem Nest,

wenn man sie in Ruhe lässt.


Wenn es bei uns Schwalben gibt,

ist das Leben ungetrübt,

und wir warten, sonnenklar,

auf das nächste Schwalbenjahr.


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Kommentare zu diesem Text


 AnneSeltmann (07.05.26, 07:46)
Moin Berndt!

Dieser Text fühlt sich an wie ein stiller, warmer Frühlingsmorgen. Mich berührt besonders, wie viel Freude und Dankbarkeit in diesen einfachen Bildern steckt. Die Schwalben sind hier nicht nur Vögel — sie werden fast zu kleinen Botschaftern des guten Lebens, zu einem Zeichen dafür, dass die Welt wieder heller und leichter wird.
Sehr schön finde ich auch, dass der Text etwas Tröstliches hat. Alles kehrt zurück: die Stimmen am Himmel, die vertrauten Bewegungen, der Rhythmus der Jahreszeiten. Gerade in einer Zeit, in der vieles unsicher wirkt, schenkt diese Wiederkehr ein Gefühl von Beständigkeit.
Besonders gelungen ist für mich die Zeile:
„Wenn es bei uns Schwalben gibt, / ist das Leben ungetrübt“
Darin liegt eine ganz schlichte, ehrliche Wahrheit. Man spürt, wie eng Natur und Lebensgefühl miteinander verbunden sind.
Der ganze Text wirkt freundlich, leicht und voller stiller Hoffnung — wie ein Fenster, das nach einem langen Winter endlich wieder geöffnet wird.



Liebe Grüße

Anne
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