der bahnhof
voll von abfahrten
als hätte jemand
das verschwinden
organisiert
zwischen den gleisen
dieses kalte metalllicht
und menschen
mit koffern voller gestern
du sagst noch etwas
das im lautsprecherrauschen
stecken bleibt
vielleicht
war es ein versprechen
vielleicht nur
pass auf dich auf
der zug atmet bereits
dieses tiefe
elektrische ungeduldigsein
eine frau zieht ihr kind weiter
ein mann faltet seine zeitung
als könne man dadurch
zeit beruhigen
und wir
stehen noch da
wie zwei
die den gleichen ort verlassen
nur auf verschiedene arten
deine hand
löst sich langsam
aus meiner
nicht plötzlich
eher
wie ein ufer
das hinter nebel gerät
dann die türen
dieses endgültige zischen
menschen ziehen hastig
an den fenstern vorbei
du hebst noch einmal die augen
und ich weiß nicht
ob abschied
ein moment ist
oder etwas
das noch lange
weiterfährt