manchmal
stellt das leben
die figuren schon auf
bevor du überhaupt weißt
dass gespielt wird
du hältst dich
für den spieler
bewegst tage
von montag nach freitag
von sommer zu winter
kleine bauernzüge
kaffee
rechnungen
ein kuss im vorbeigehen
nichts daran klingt
nach gefahr
doch irgendwo
wartet längst
das feld
das du nicht gesehen hast
schach
sagt plötzlich
die stille im zimmer
und du blickst auf
als hätte jemand
deinen namen vergessen
die königin
war nie ein mensch
eher
dein mut vielleicht
oder dieses wilde
unvernünftige hoffen
man opfert es zuerst
seltsam
wie lange wir glauben
gewinnen zu müssen
obwohl doch jeder
am ende
die gleichen figuren
langsam zurück
in die schachtel legt
schachmatt
ein hartes wort
und dennoch klingt darin
etwas müdes
etwas friedliches
als dürfte man endlich
die schultern sinken lassen
draußen
zieht regen über die straße
und irgendwo
nimmt jemand
die erste figur
wieder in die hand