Zwanzig Winde

Sonett zum Thema Reflexion

von  textundverklang

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Zwanzig Winde


In Böen wettert wunders wer und sticht in Land.

Schert über seinen Kamm die Gräser, Wipfel, Fahnen.

Schert sich kein‘ Deut um meiner Stirn Gebot und Ahnen.

Spurt in die Sande, Seen, Sinne – ach wär‘ es Bö‘ aus meiner Hand.


Der Wind in Griff und Fingerspiel, mein Wunsch. Mein Wahn

von zwei, zehn, zwanzig Windstößen der Sprache.

Doch nur gewolltes Wirrsal hinter Stirn und Mache,

zerfasert, gar aphasisch und selbst gereimt vertan.


Erhol‘ ich mir vom Böenhieb ein tiefes Atemauf,

und seufze ihn gelassen wieder in der Wetter Lauf,

so ist verwirbelt Schal und Schopf


doch Stirn und Sinne, Wimpern, Brauen

sie wappnen meiner Augen Schauen

im Wind zum Wohl von Fuß bis Kopf.




Anmerkung von textundverklang:

Schreib doch mal ein Sonett, und fass‘ es so in A-Moll, C-Dur, AS_maj7, B-Dur und wieder C. So schrieb Hermann Voges (https://www.myownmusic.de/hermannvoges/). Er hatte bei mir eine besorgniserregende Komfortzone „Freie Assoziation, Zufall, „Wirrsal‟‟ diagnostiziert.

Nun denn, die Medikation führte zu einer akuten Anfangsverschlimmerung. Ich scheiterte in Reim und Rhythmus über Tage.

Doch biss es mich fest, das Mäuslein und legte mir ein „blowing in the wind‟ an Herz und Ohr. Dem lauschte ich wiederum über Tage, um nun dies zu präsentieren und den Herrn Dr. Inspirator hoch zu loben.

Komfort ist fad auf Dauer und ein Ausblick in Winden klärt auch den schüttersten Schopf.

Danke Hermann V.
und „nebenbei‟ auch myownmusic – hätte ohne den dort entstandenen Austausch kaum zu meiner eigenen Musik gefunden.

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